15.10.2003 | Rubrik: Anträge
Zukunft der Wasserversorgung
Antrag zur Kreistagssitzung am 12. November 2003
Beschlussempfehlung:
Der Kreisausschuss wird aufgefordert, die Zukunft der Wasserversorgung im Kreis Offenbach betreffend folgender Fragen zu prüfen und dem Kreistag darüber baldmöglichst zu berichten:
- Wie ist unter der Zielsetzung der Sicherstellung von Qualitäts-, Versorgungs- und Preissicherheit die Wasserversorgung für die Region zu gewährleisten?
- Ist eine Kooperation zwischen dem ZWO und dem Gruppenwasserwerk Dieburg dazu zweckdienlich? Wenn ja, in welcher Form und mit welchen Synergien?
- Welche Möglichkeiten gibt es, die Kommunen des Kreises in eine Gesellschaft der kommunalen Wasserversorgung einzubinden?
Begründung:
Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel.
Die Trinkwasserversorgung des Kreises Offenbach erfolgt durch den ZWO mit hochwertiger Qualität und im bundesweiten Vergleich in einem günstigen Preisniveau.
Dies gilt es, auch zukünftig zu sichern und rechtzeitig einer Entwicklung entgegenzuwirken, die negative Folgen bergen kann.
Privatisierungen im Bereich der Wasserversorgung haben zu erheblichen und nicht akzeptablen Folgen geführt: Beispielsweise wurden in England mit der Privatisierung der Wasserversorgung nicht nur ca. 150.000 Arbeitsplätze abgebaut, sondern auch die Wasserqualität verschlechterte sich derart, dass sich die Zahl der Hepatitis A-Erkrankungen verdoppelte und die Zahl der Ruhrerkrankungen sich versechsfachte. Zugleich nahmen die Verbraucherpreise um 50% zu. In Frankreich stiegen diese seit der Privatisierung um 150%.
Ziel muss es selbstverständlich sein, solche Entwicklungen auszuschließen.
Deshalb erscheint es notwendig, rechtzeitig o.g. Fragen zu prüfen.




