28.01.2004 | Rubrik: Anträge
Verwaltungsstrukturreform der Forstämter
Berichtsantrag zur Kreistagssitzung am 18. Februar 2004
Beschlussempfehlung:
Der Kreisausschuss wird aufgefordert, dem Kreistag über die Auswirkungen der von der Hessischen Landesregierung geplanten Verwaltungsstrukturreform bei den Forstämtern zu berichten.
Der Bericht soll insbesondere darüber Auskunft geben, welche Folgen die geplante Reform für die bisher von den Forstämtern wahrgenommenen Aufgaben in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Pflege von Naturschutzgebieten, Umwelterziehung, Betreuung und Abwicklung von Ausgleichsmaßnahmen und Verkehrssicherung im Kreisgebiet haben kann bzw. haben wird.
Der Bericht soll zur Kreistagssitzung am 19.5.2004 vorliegen.
Begründung:
Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform ist geplant, die Aufgaben der Forstwirtschaft im Forstamt Langen zu konzentrieren; die Forstämter Rodgau und das bisher für die Gemarkungen Mainhausen und Seligenstadt zuständige Forstamt Babenhausen sollen entfallen. Damit würde das Langener Forstamt eine Fläche von 17500 ha statt wie bisher 6500 ha bewirtschaften. Die bisher 15 Revierförstereien im Kreisgebiet sollen auf 10 reduziert werden. Das hat zur Folge, dass ein Revierförster künftig für 1700 ha statt wie bisher für 1000 ha zuständig sein wird.
Die Personalstellen sollen hessenweit um 330 reduziert werden.
Da die Forstämter strikt gehalten sind, nicht defizitär zu wirtschaften, steht zu befürchten, dass Aufgaben wie z.B. die Pflege von Naturschutzgebieten und Umwelterziehung nicht im bisherigen Umfang wahrgenommen werden können.
Zudem droht angesichts des Verfalls der für Holz zu erzielenden Preise ein nachhaltiger Ansatz der Forstwirtschaft verloren zu gehen. Nicht zuletzt im Ballungsraum würde eine solche Entwicklung zu dramatischen Folgen führen.




