20.01.2009 | Rubrik: Anträge | Thema: Soziales
Gesundheitsförderung für Kinder
Antrag zur Kreistagssitzung am 11. Februar 2009
Beschlussempfehlung:
Der Kreisausschuss wird aufgefordert, bis zur Sitzung am 25. März 2009 einen Bericht vorzulegen, der insbesondere folgende Fragestellungen berücksichtigt:
- An welchen Schulen wird nach dem aktuellen Sachstand ein Mittagessen für wie viele Schülerinnen und Schüler in welcher Preisspanne angeboten?
- Nach welchen Qualitätskriterien richtet sich das Mittagstischangebot an den Schulen?
- Gibt es Schulen, die bei ihrem Angebot regionale und / oder biologische Produkte bevorzugen?
- Welche Schulen im Kreisgebiet haben das Prädikat „Gesundheitsfördernde Schule“?
- Sieht der Kreisausschuss Möglichkeiten, Schulen bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Schulprofile zu unterstützen? Wenn ja, welche?
- In der Vorlage „Gegen Armut von Kindern im Kreis Offenbach 2008“ wird ausgeführt, dass beabsichtigt ist, im Zusammenhang mit der Ermöglichung der Teilnahme an einem regelhaften Mittagessen durch Stiftungsmittel einen Verein zu gründen. Welche Ziele soll dieser Verein verfolgen? Was wurde bisher dafür unternommen?
- Wurden von Trägern von Kindertagesstätten im Kreisgebiet Qualitätskriterien für das Essensangebot festgelegt? Wenn ja, wo und welche?
- Wann soll das Konzept als Grundlage der in der Vorlage „Gegen Armut von Kindern im Kreis Offenbach 2008“ angekündigten Unterstützung einer gesundheitsfördernden Familienbildung vorgelegt werden?
Begründung:
Ziel muss es sein, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen umfassend zu fördern und zu erhalten.
Dazu gehört flächendeckend ein gesundes, qualitätsgesichertes Essensangebot bei Tageseltern, in Kindertagesstätten und in Schulen, dass von allen Kindern und Jugendlichen wahrgenommen werden kann.
Darüber hinaus sind weitere gesundheitsfördernde Maßnahmen für Kinder und Jugendliche notwendig, wie es auch in dem Beschluss der Bundesregierung zum Ausdruck kommt:
Mit dem Beschluss zur „Strategie zur Förderung der Kindergesundheit“ sollen Prävention und Gesundheitsförderung ausgebaut und die gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen gefördert und die Risiken gemindert werden, die mit sinkendem Sozialstatus deutlich zunehmen. Die angestrebte Maßnahmenpalette reicht von der Förderung der Ernährungs- und Gesundheitsbildung in Kitas über Qualifizierungsmaßnahmen von Tagespflegepersonal, Qualitätsstandards für die Schulverpflegung, eine optimierte Vernetzung zwischen Jugendhilfe und Suchtberatung bis hin zur Imageförderung des Radfahrens. Die Umsetzung der Strategie ist in vielen Punkten maßgeblich auf die Kooperationsbereitschaft vieler – insbesondere auch der Jugendhilfe- und Schulträger – angewiesen.
(siehe www.bundesregierung.de)
Der Kreistag hatte in seiner Sitzung am 27.8.08 beschlossen:
„Der Kreisausschuss wird gebeten, seine Maßnahmen zur Förderung der Kindergesundheit auszubauen und damit die „Strategie zur Förderung der Kindergesundheit“ der Bundesregierung zu unterstützen.
Ein Bericht zu diesem Thema soll integraler Bestandteil des „Konzeptes gegen Kinderarmut im Kreis Offenbach“ werden.“
Gleichwohl wurde in dem im Dezember vom Kreisausschuss vorgelegten Papier „Gegen Armut von Kindern im Kreis Offenbach“ das Thema nur insofern aufgenommen, als dass das Thema Gesundheit in die Sozialberichterstattung der Jugendhilfeplanung in den Sozialstrukturatlas 2008 integriert werden soll. Ferner ist ausgeführt: „Mit den Ergebnissen soll gezielt eine gesundheitsfördernde Familienbildung insbesondere im Rahmen der Familienzentren aber auch an Grundschulen unterstützt werden.“
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