Startseite | RSS | Kontakt | Impressum

19.01.2010 | Rubrik: Anträge | Thema: Schule / Bildung

Wirtschaftsplan 2010 – Ziel: Bildungsstandort Nr. 1; Verbesserung der Ganztagsangebote an Schulen

Beabsichtigte Maßnahme: Trägerkonzeption für Ganztagesprogramm

Antrag zur Kreistagssitzung am 10. Februar 2010

Beschlussempfehlung:

  1. Mit dem Ziel, Ganztagsangebote an Schulen im Kreis Offenbach zu verbessern, wird der Kreisausschuss aufgefordert, eine Trägerkonzeption zur Organisation und Durchführung von Ganztagsangeboten / Nachmittagsschule durch anerkannte freie Träger der Jugendhilfe zu initiieren.
    Dafür werden 10.000 € für das Jahr 2010 zur Verfügung gestellt.
  2. Das Trägerkonzept soll in einem ersten Schritt 10 Grundschulen umfassen. Voraussetzungen für die freiwillige Teilnahme an dem Projekt sollen ein Beschluss der Schulkonferenz und die Dringlichkeit aufgrund der sozialräumlichen Rahmenbedingungen der Schule sein.
  3. Der Kreisausschuss wird gebeten, über erste Erfahrungen mit dem Projekt bis zur Sitzung am 3.11.2010 einen schriftlichen Bericht vorzulegen.

Begründung:

Viele Grundschulen wollen und müssen sich zu Ganztagsschulen entwickeln.
Aufgabe des Landes ist es, den Ausbau zügig voranzutreiben.
Fakt ist aber, dass es keinen verbindlichen und zeitlich definierten Ausbauplan des Landes gibt und auch kaum damit zu rechnen ist, dass der Ausbau durch das Land den Anforderungen in den nächsten Jahren gerecht wird.
„Festzustellen ist, dass das Kultusministerium Grundschulen nicht in dem für diese erforderlichen Umfang unterstützt.“ (vgl. Bericht des Kreisausschusses „Betreuungs- und Ganztagsangebote an den Schulen des Landkreises Offenbach v. 14.10.2009, S. 6)

Im Sinne eines guten Bildungsstandortes mit Bildungschancen für alle Kinder gilt es, zeitnah Lösungsansätze zu finden, die zur Verbesserung der Situation beitragen können.

Überwiegend wird die Betreuung als Vorstufe zur Ganztagsschule im Kreis Offenbach durch Fördervereine getragen. Nur für 37,3 % der Kinder ist eine Teilnahme derzeit möglich. (vgl. ebd S. 3)

Die Nachmittagsangebote sind sowohl qualitativ als auch quantitativ sehr unterschiedlich und die Nachfrage übersteigt in großem Ausmaß das Angebot. Ziel muss es deshalb sein, das Angebot zeitnah zumindest zu verdoppeln.

Zudem ist die ehrenamtliche Struktur der Fördervereine mit den Aufgaben kaum vereinbar, was zu ganz erheblichen Schwierigkeiten führt. Auch die Schulleitungen sind mit den dadurch entstehenden Aufgaben oftmals überlastet:
„In allen Gesprächen mit Schulleitungen wurde deutlich, dass der Organisationsaufwand mit Angeboten in unterschiedlicher Trägerschaft und (Personal-) Verantwortung als außerordentlich belastend empfunden wird.“ (vgl. ebd. S. 7)

Vor diesem Hintergrund sollen Wege in der Kooperation mit freien Trägern – zunächst in ausgewählten Schulen – erprobt werden. Der freie Träger übernimmt dabei in Absprache mit der Schulgemeinde z.B. die Organisation des Nachmittagsangebotes mit einer Hausaufgabenhilfe sowie die Aquirierung anderer Vereine (z.B. für Sportangebote), die Organisation einer warmen Mittagsmahlzeit und die Personalverantwortung. Einzelheiten werden vertraglich geregelt.


Verwandte Artikel:

21.01.2010 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung

Wenn die hessische Landesregierung ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, muss der Kreis neue Wege gehen! Grüne wollen Kooperation mit freien Trägern für Ganztagsangebote an Schulen

17.07.2008 | Rubrik: Anfragen | Thema: Schule / Bildung

Schulische Ganztagsangebote im Kreisgebiet

27.04.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung

Rolle rückwärts für den Bildungsstandort Bündnisgrüne kritisieren mangelnde Unterstützung für die Schulen

17.01.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung

Ausbau der Ganztagsangebote: Ein Schneckentempo für die Bildung können wir uns nicht leisten! Bündnisgrüne fordern Kreistag zu Protest gegen Landesplanungen auf

Pressemitteilungen Landtag

Ablehnung einer neuen integrierten Gesamtschule in Hanau - Kultusministerium ignoriert Elternwillen

Affäre W. weitet sich aus - GRÜNE: Wann wird Karin W. vernommen?

Arzneimittel aus dem Internet - GRÜNE fordern Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher

Beberbeck: Poschs Desinteresse ist fahrlässig

Sarrazin bei Hahn: Wo war der Beitrag zur Integration?