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15.04.2008 | Rubrik: Diverses | Thema: Gesundheit

Mammografie-Screening im Kreis Offenbach

Offener Brief an die Kassenärztliche Vereinigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2002 hat der Deutsche Bundestag einstimmig beschlossen, in Deutschland ein qualitätsgesichertes Mammografie-Screening-Programm einzuführen, für das die Richtlinien 2004 in Kraft traten.

Vor ca. einem Jahr – am 26. April 2007 – wurde in einer Presseerklärung der kassenärztlichen Vereinigung Hessen dargestellt, dass das „Mammografie-Screening in Hessen jetzt flächendeckend sichergestellt“ sei.
Während das andernorts Gültigkeit haben mag, trifft das nach den Beschwerden, die uns als Fraktion und mich als Abgeordnete im Kreistag des Kreises Offenbach erreicht haben und nach meinen weiteren Recherchen dazu für den Kreis Offenbach bis heute nicht zu. Offensichtlich hat bis heute keine Frau – wohnhaft im Kreis Offenbach und im Alter zwischen 50 und 69 Jahren – eine Einladung für die Teilnahme erhalten. Lediglich denjenigen Frauen, die sich selbst darum gekümmert haben, haben Termine in Frankfurt, Offenbach oder Darmstadt erhalten.

Gerade jüngst hat die Bundesgesundheitsministerin per Presse auf die besseren Überlebenschancen durch das Früherkennungsprogramm hingewiesen, an dem bisher 1,4 Mio Frauen teilgenommen hätten und für die Teilnahme aller angesprochenen Frauen geworben: um bis zu 30% konnten die Todesfälle nach Angaben der Krankenkassen durch Mammografie gesenkt werden.

Auf diesem Hintergrund frage ich Sie als die für das Programm organisatorisch zuständige Stelle, warum im Kreis Offenbach offensichtlich bis heute die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen nicht geschaffen wurden, um den Frauen, die dies wünschen, die Teilnahme an dem Screening-Programm zu ermöglichen und wann in diesem nach meiner Auffassung unhaltbaren Zustand Abhilfe geschaffen wird?

Ich habe mich in gleicher Angelegenheit auch an den Landrat des Kreises Offenbach, Herrn Peter Walter, gewandt.

In Erwartung einer zeitnahen Antwort verbleibe ich
Mit freundlichen Grüßen

gez. Andrea Wacker-Hempel
Kreistagsabgeordnete


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