21.07.2005 | Rubrik: Presse | Thema: Langen, Schule / Bildung
Sonnenblumenschule Langen
Bündnisgrüne kündigen weitere Initiativen für die Schule an
Mit Unverständnis und Entsetzen haben die Bündnisgrünen gestern die Ausführungen in der Kreistagssitzung gegen ihren Antrag zur Unterstützung der Langener Sonnenblumenschule verfolgt.
„Wenn einer der engagiertesten Schulen von der CDU vorgehalten wird, dass sie selbst Schuld sei an ihrer Raummisere, dann zeugt das – gelinde gesagt – von kompletter Unkenntnis der Situation und disqualifiziert den Sprecher komplett“, kommentiert Andrea Wacker-Hempel die Ausführungen des CDU-Kreistagsmitglied Dr. Lang, „offensichtlich hat er sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, den Schulentwicklungsplan des Kreises zu lesen, dem er selbst zugestimmt hat!“
Der CDU-Fraktionär hatte der Schule vorgeworfen, selbst Schuld zu sein an ihrem Raummangel, weil sie drei Parallelklassen pro Jahrgang wolle und im Übrigen den absehbaren Ausbau zur Ganztagsschule abgelehnt.
Die Sonnenblumenschule war immer als 3-zügige Grundschule konzipiert und ist auch als solche im gültigen Schulentwicklungsplan des Kreises aufgeführt. Ferner ist die Einrichtung eines Ganztagsangebotes zum nächstmöglichen Zeitpunkt als schulorganisatorische Maßnahme inklusive einer entsprechenden Baumaßnahme dafür in dem Plan avisiert. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Kreistag auch 2002 gefällt.
Zweizügigkeit war die Ausnahme aufgrund geringerer Schülerzahlen in einigen Jahrgängen, was aber perspektivisch nicht mehr der Fall sein wird. Daraus ergibt sich die Raumnot, die eine Aufrechterhaltung des derzeitigen Betreuungsangebotes gefährdet.
Die Bündnisgrünen hatten in ihrem Antrag eine Kostenkalkulation sowohl für die Aufrechterhaltung des Betreuungsangebotes als auch für den Ausbau zur Ganztagsschule gefordert.
„Ein solcher Kostenvoranschlag wäre eine solide Grundlage für die weiteren Beratungen zum Haushalt gewesen“, zeigt sich Andrea Wacker-Hempel enttäuscht über die großkoalitionäre Ablehnung, „wir werden aber trotzdem nicht nachlassen und das Thema der großen Koalition nicht ersparen!“
Einen kleinen Hoffnungsschimmer sehen die Bündnisgrünen noch in den angekündigten Gesprächen von Stadt und Kreis. „Vielleicht gelangt man dort zu der Einsicht, mit der heimlichen Streichung der Schule von der verabschiedeten Liste für Ganztagsschulen einen Riesenfehler gemacht zu haben und überlegt ernsthaft gangbare Schritte“, so Fraktionssprecher Reimund Butz, „einer Schule, für deren Einzugsgebiet besonderer Förderbedarf anerkannt ist, muss unser besonderes Augenmerk gelten! Stadt und Kreis wären gut beraten, davor die Augen nicht länger zu verschließen!“
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