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13.03.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Verbraucherschutz

Die Verunsicherung der Verbraucher wächst unaufhörlich

Bündnisgrüne wollen Verbraucherberatung im Kreis Offenbach forcieren

Gammelfleisch, BSE, Acrylamid, genmanipulierte Zusätze und Pestizide in Lebensmitteln, Energieeinsparung, Gesundheitsversorgung, Altersvorsorge, Versicherungsschutz, Handykosten, Gasmarktöffnung, Baufinanzierung – die Liste der Themen, die viele Fragen für Verbraucher aufwerfen, ließe sich beliebig verlängern.

„Viele unterschiedliche Faktoren führen dazu, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher extrem verunsichert sind und Beratung nachfragen“, unterstreicht Hans-Peter Bicherl, umweltpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion, „deswegen wollen wir einen umfassenden und unabhängigen Beratungsservice der Verbraucherzentrale im Kreisgebiet etablieren.“

„Das lückenhafte Miniangebot im Kreisgebiet deckt keinesfalls den Bedarf“, so Hans-Peter Bicherl weiter, „zudem halten wir eine aufsuchende Beratungsarbeit in Sachen Verbraucherschutz mehr denn je für notwendig – beispielsweise in den Schulen.“

Eine Infothek zum Verbraucherschutz gibt es derzeit in den Bibliotheken in Heusenstamm und Neu-Isenburg sowie im Rathaus von Rodgau und in Dreieich und Rodgau wird Beratung hinsichtlich Energieeinsparung angeboten. Für andere Themenbereiche müssen sich die Ratsuchenden an die Verbraucherzentralen in Frankfurt oder Darmstadt wenden.

„Verbraucherberatung könnte beispielsweise auch in dem bestehenden Beratungszentrum in Dietzenbach und den im West- und Ostkreis geplanten Zentren integriert werden“, erläutert Hans-Peter Bicherl, „das wäre sicherlich eine sinnvolle Ergänzung des dort bestehenden bzw. geplanten Angebots, das von der Erziehungsberatung bis zur Schuldnerberatung reicht.“

Aber auch andere örtliche Lösungen wie beispielsweise in Rathäusern oder Bibliotheken halten die Bündnisgrünen für überlegenswert.

„Wichtig ist, dass in einem absehbaren Zeitraum ein Angebot geschaffen wird, das dem Bedarf entgegenkommt, für Ratsuchende gut erreichbar und finanziell abgesichert ist“, beschreibt Hans-Peter Bicherl das Ziel, zu dem die Bündnisgrünen eine parlamentarische Initiative ankündigen, „Kommunen und Kreis müssen dafür gemeinsam an einem Strang ziehen. Verbraucherberatung gehört zur Sicherung von Lebensqualität.“


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