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27.04.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung

Rolle rückwärts für den Bildungsstandort

Bündnisgrüne kritisieren mangelnde Unterstützung für die Schulen

Als „allenfalls halbherzig“ bezeichnen die Bündnisgrünen im Kreistag die Unterstützung durch die Kreisspitze für die Brüder-Grimm-Schule in Neu-Isenburg in ihrem Kampf für den Erhalt ihres Gymnasialzweiges und kritisieren zudem die fehlende Unterstützung für den Erhalt der Förderstufe an der Johannes-Gutenberg-Schule in Hainburg.

Mit einem Schreiben vom 7.3.06 hatten die Grünen den Landrat aufgefordert, dem – zumindest in Teilen – erfolgreichen Wiesbadener Beispiel zu folgen und die Klagemöglichkeit gegen die Anordnungen des Kultusministeriums für beide Schulen zu prüfen. „Schließlich übertreffen die Schülerzahlen in beiden Schulzweigen die Richtwerte des Ministeriums genauso wie es in Wiesbaden der Fall war“, betont der schulpolitische Sprecher der Fraktion Klaus-Uwe Gerhardt, „deswegen wäre ein Klageerfolg durchaus denkbar gewesen!“

Eine erste hausinterne Prüfung einer Klage war zunächst zu einem negativen Ergebnis gekommen. „Die Logik dieses Prüfungsergebnisses hat sich uns nicht erschlossen, da darin durchaus die Vergleichbarkeit zu den Wiesbadener Schulen dargestellt wurde. Angekündigt wurde eine zweite externe Prüfung, deren Ergebnis uns bis heute nicht vorliegt“, schildert Klaus-Uwe Gerhardt den weiteren Verlauf.

Für den Erhalt des Isenburger Schulzweiges hatte der Kreistag einstimmig eine Resolution verabschiedet.
„Bei der Resolution hätte das Engagement aber nicht stehen bleiben dürfen, wenn die hehren Worte ernst gemeint waren“, so Klaus-Uwe Gerhardt, „das ist im Nachhinein wohl nur als fade Wahlkampfeinlage zu sehen, da die konsequente weitere Unterstützung unterlassen wurde.“

„Bildung ist der Schatz, den wir hüten und vermehren müssen!“ unterstreicht Klaus-Uwe Gerhardt, „Dafür gilt es, sich ohne Rücksicht auf parteipolitische Interessen einzusetzen und eben notfalls auch gegen die irrsinnigen Weisungen eines CDU-Kultusministeriums per Klage vorzugehen. Von einem Landrat, der die Parole des Bildungsstandortes Nr. 1 ausgegeben hat, hätten Eltern und Schulen mehr erwartet als einen stillen Abgesang nach dem Wahltag!“


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