31.05.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Rödermark, Schule / Bildung
Gymnasium für Rödermark: Eine Idee für den Papierkorb!
Die Kreistagfraktion Bündnis 90 / Die Grünen bezeichnet die Koalitionspläne von CDU und FDP, in Rödermark ein eigenständiges Gymnasium zu installieren, als schnöde Profilierungsidee, die absolut nicht von Sachkenntnis zeugt: „Es gibt kein einziges stichhaltiges Argument für ein Gymnasium in Rödermark“, unterstreicht Fraktionssprecher Reimund Butz aus Rödermark, „weder sprechen die Schülerzahlen dafür noch fehlt ein Angebot für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler! Rödermark hat mit der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule ein sehr gutes Schulangebot, das bestens angenommen wird und um das uns andere Kommunen beneiden.“
Selbst die Kinder und Jugendlichen, die derzeit ein auswärtiges schulisches Angebot nutzen, würden nicht in jedem Fall in Rödermark bleiben wollen: dazu seien die gymnasialen Angebote z.B. in Dreieich in ihrem Profil, aber auch in ihrer Erreichbarkeit zu attraktiv.
Unterstützung haben die Kreistagsgrünen in ihrer Haltung nun auch vom Landrat bekommen. Auf Anfrage der grünen Fraktion vom 17.5.06 lautete seine Antwort:
„Auch die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark findet als integrierte Gesamtschule eine hohe Akzeptanz in der Stadt Rödermark. Von jeher ist hier der Stadtteil Ober-Roden allerdings stärker vertreten als der Stadtteil Urberach. Eine hohe Anzahl an Anmeldungen aus Nachbarkommunen hat nun dazu geführt, dass für das Schuljahr 2006/2007 über 30 Abweisungen ausgesprochen werden müssen.
Für die Schülerinnen und Schüler aus der Stadt Rödermark, die alternativ zur integrierten Gesamtschule ein klassisches Gymnasialangebot auswählen wollen, stehen Aufnahmekapazitäten an benachbarten Gymnasien und kooperativen Gesamtschulen zur Verfügung.
Da das in der Stadt Rödermark und im Umfeld vorhandene Schulangebot alle gewünschten Bildungsgänge abdeckt, ist der Aufbau eines eigenständigen Gymnasiums in der Stadt Rödermark weder notwendig noch finanziell gerechtfertigt.“
„Diesen Ausführungen können wir uns nur anschließen“, unterstreicht Reimund Butz und hofft, dass diese Ausführungen dazu beitragen, die FDP/CDU-Pläne in der Versenkung verschwinden zu lassen: „Wir wollen keine weitere Verunsicherung, sondern zurückkehren zu den wirklich wichtigen Fragen für Rödermark, wie z.B. der notwendigen Ausweitung der Ganztagsangebote, der Verzahnung von Grundschulen und Horten und der Steigerung der Bildungskompetenz in den Kindergärten“, führt Reimund Butz dazu aus und hofft darauf, dass das Rödermärker Parlament künftig von unsinnigen Diskussionen verschont bleibt.
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