06.09.2007 | Rubrik: Presse | Thema: Neu-Isenburg, Schule / Bildung
Brüder-Grimm-Schule, Neu-Isenburg: Nur ein integriertes Konzept bietet optimale Zukunftschancen
„Wenn die Brüder-Grimm-Schule eine Überlebenschance haben soll, dann nur mit einem Konzept als integrierte Gesamtschule“, betont Maria Sator-Marx. Kreistagsabgeordnete aus Neu-Isenburg mit reichem Erfahrungsschatz in Sachen Schule. Sie verweist darauf, dass diese Diskussion keineswegs neu ist: „Aber sie wird immer dringlicher, weil Eltern und Kinder der Schule scharenweise den Rücken kehren. Sie geben Schulen in den benachbarten Städten den Vorzug! Alle halbgaren Versuche zur Verbesserung des Angebotes konnten dieser Entwicklung keinen Einhalt gebieten. Auch die schöne Renovierung hat daran nichts geändert.“
Tatsache ist, dass die Schülerzahlen seit Jahren rückläufig sind. Mit der Schließung des gymnasialen Zweigs hatte das Kultusministerium der Schule den Rest gegeben.
„Vor dieser Realität sollte die CDU und deren Frontmann Stefan Schmitt nicht länger die Augen verschließen“, kontert Maria Sator-Marx dessen jüngste Äußerungen gegen eine integrierte Schulform und empfiehlt ihm die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark als anerkannt gutes Beispiel mit großer Beliebtheit bei Kindern und Eltern anzusehen. „Immer mehr Eltern merken, welche enormen Probleme die verkürzte Gymnasialschulzeit (G8) mit sich bringt und wollen ihren Kindern eine Chance auf ein Abitur nach 13 Jahren geben, die nur eine integrierte Gesamtschule bietet!“
Die Klagen über die Folgen des enormen Lerndrucks von Eltern, Kindern und Lehrern in Folge von G8 häufen sich und finden Unterstützung in den Aussagen von Kinderärzten und -Psychologen, die psychische und physische Folgen diagnostizieren.
„Ein klares Alternativangebot zu den Schulen der Nachbarstädte würde die Schullandschaft bereichern und vielen Kindern eine Chance bieten, die sie mangels Angebot jetzt nicht haben“, unterstreicht Maria Sator-Marx und ergänzt: „Nach dem Weggang des früheren Schulleiters, heute Stadtverordnetenvorsteher und dem absehbaren Wechsel des jetzigen kommissarischen Schulleiters ist die Gelegenheit für einen Neustart ausgesprochen günstig!“
„Alle Studien zeigen die Vorteile gemeinsamen Lernens auf – belegt durch die Praxis in vielen Ländern “, betont die Politikerin abschließend, „Eine schöne, aber leere Schule, eine gute Ausstattung ohne Schülerinnen und Schüler – das kann sich niemand leisten – weder Stadt noch Kreis!“
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