26.11.2008 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung, Soziales
Eine Hängepartie können wir uns nicht länger leisten!
Grüne fordern Geld für passgenaues schulisches Unterstützungssystem
Im Rahmen der anstehenden Beratungen des Kreisparlaments zum Wirtschaftsplan 2009 wird die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen vorrangig drei Themen zentral in den Focus stellen:
- den Ausbau von schulischen Unterstützungssystemen und Ganztagsangeboten,
- den Ausbau von interkultureller Kompetenz für das Beratungsnetz und
- den Ausbau regenerativer Energien.
„Für alles gilt, ordentlich auf die Tube zu drücken und keine Zeit mehr zu vertrödeln“, unterstreicht Reimund Butz, der auf der Klausurtagung der Fraktion am vergangenen Wochenende in Bad Soden - Salmünster erneut einstimmig als Sprecher bestätigt wurde.
„Zu einem guten Bildungsstandort gehören neben gut ausgestatteten Gebäuden unterstützende Systeme wie das Salz in der Suppe“, betont Reimund Butz, „Der Kreis kann sich die Hängepartie der letzten Jahre nicht länger leisten und muss dringend in unterstützende Hilfen investieren! Wir können nicht tatenlos zusehen, wie zu viele Schüler durch´s Netz fallen, weil es an Unterstützung mangelt!“
Mit einem Antrag wollen die Grünen insgesamt 850.000 € zur Verfügung gestellt sehen, mit denen zusammen mit den Kommunen Schulsozialarbeit, Hausaufgabenhilfen oder auch ein gesundes Mittagessen als Voraussetzung für Lernerfolg bezuschusst werden kann.
„Ob die Zuschüsse über einen Förderverein, über einen freien Träger oder über eine Schule selbst ihrem Zweck zugeführt werden, sollen die Schulen selbst entscheiden“, führt Reimund Butz dazu aus, „Wichtig ist, dass die Hilfen passgenau und sind und eine sinnvolle Ergänzung im Schulkonzept.“
Bereits in den letzten Jahren hatten die Grünen immer wieder gegen den sukzessiven Abbau der Hausaufgabenhilfen insistiert und für einen Ausbau der Schulsozialarbeit plädiert. Allerdings mit sehr beschränktem Erfolg: Während die große Koalition hartnäckig auf der Mittelstreichung für Hausaufgabenhilfen beharrte, wurden für 2008 die Kreismittel für Schulsozialarbeit um beachtliche 300.000€ erhöht – exakt dem Betrag, der von den Grünen zuvor beantragt worden war und dessen Ablehnung mit mangelnden Anträgen seitens der Schulen begründet worden war.
„Allerdings ist von diesem Geld im Jahr 2008 kein Cent bei den Schulen angekommen, weil sich die große Koalition über die Verausgabung in interne Streitereien verstrickt hat“, ärgert sich Reimund Butz, „Während die Schulen händeringend nach Unterstützung rufen, werden Eitelkeiten gepflegt!“
„Uns ist natürlich klar, dass jeder Euro für so genannte freiwillige Leistungen im enorm verschuldeten Kreishaushalt zum Kraftakt geworden ist“, so Reimund Butz abschließend und unterstreicht: „Jeder Euro in sinnvoller schulischer Unterstützung ist aber gut angelegtes Geld und verspricht eine hohe Rendite. Alles, was wir bei Bildung und Ausbildung fälschlich sparen wird, wird uns teuer zu stehen kommen!“
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