17.06.2009 | Rubrik: Presse | Thema: Energie, Hainburg
Staudinger: Solidarisch mit Hainburg – verbunden mit der Region – nachhaltig für Klima und Umwelt
Grüne wollen Kreistagsvotum gegen den Ausbau
„Der Kreistag soll sich der Hainburger Erklärung gegen den Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger anschließen und damit ganz klar Stellung beziehen“, fordert die Kreistagsfraktion der Grünen und hat dazu für die Kreistagssitzung am 9. Juli 09 einen entsprechenden Antrag eingebracht.
„Wir fordern darüber hinaus schon heute alle Vertreterinnen und Vertreter der Regionalversammlung Südhessen dazu auf, in der Sitzung am 26. Juni 09 ihre Entscheidungsbefugnisse zu nutzen und sich für die Interessen der Region und gegen die Interessen eines Energiemultis zu entscheiden!“, so Hans-Peter Bicherl, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, „Wenn die Abweichungen vom Regionalplan für den Stromgiganten zugelassen werden, werden die Zielvorgaben dieses Instruments zum Wohl der Allgemeinheit und zum Schutz wichtiger Naturgüter zur reinen Makulatur! Das Gremium würde sein Gewicht damit für alle Zeiten schwächen!“
Im Übrigen widerspricht die Entscheidung des Regierungspräsidenten für E.ON auch eindeutig der vom Kreistag am 11.2.2009 verabschiedeten Stellungnahme. „Weder wurden, wie vom Kreistag gefordert, die Alternativen ausreichend geprüft, noch wurden die Aussagen des Kreises hinsichtlich Klima, Rauchgasableitung oder Landschaftsbild ausreichend bewertet. Eine ernsthafte Prüfung ökologisch verträglicher Alternativen gehört deshalb zu unseren Forderungen“, führt Hans-Peter Bicherl weiter aus: „Der Regierungspräsident wertet Selbstverständlichkeiten ebenso als ökologische Vorteile wie bereits vorhandene Tatsachen und vernachlässigt völlig die enormen ökologischen Nachteile!“
„Wir hoffen sehr auf ein einstimmiges Kreistagsvotum zugunsten der Interessen von Menschen und Klima!“ so Hans-Peter Bicherl abschließend, „Wind und Sonne können unseren Energiebedarf gut abdecken. Gerade jüngst wurden z.B. die Pläne eines Konsortiums für ein Sonnenkraftwerk in der Sahara publik: Solche Vorhaben dürfen nicht scheitern, weil Milliarden von Euro schon mit einer klimafeindlichen Kohletechnik verheizt wurden!“
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