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02.09.2009 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales, Umwelt / Natur

Stromsparcheck für den Kreis Offenbach

Grüne wollen neues Projekt für Klimaschutz und Arbeitsmarkt

Für ein Projekt, das Umwelt-, Sozial-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik miteinander verknüpft, setzt sich die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen mit einem Antrag für die Kreistagssitzung am 23. September 2009 ein: Das bundesweite Projekt „Stromsparcheck“ soll auch im Kreis Offenbach implementiert werden.

„Mit dem Stromsparcheck werden viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, begeistert sich der bildungspolitische Sprecher der Fraktion und Kandidat für die Bundestagswahl Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, „Einkommensschwache Haushalte sparen, die öffentliche Hand spart, Arbeitslose bekommen Bildung und damit Chancen für den 1. Arbeitsmarkt und – last not but least – wird das Klima geschont: Nach den vorliegenden Ergebnissen der Überprüfung des Projektes in Frankfurt wird die Umwelt pro Beratung um mehr als zwei Tonnen CO2 entlastet.“

Beim Stromsparcheck, das mit dem Caritas-Verband als Träger 2005 als Pilotprojekt in Frankfurt startete und inzwischen in 59 Standorten eingerichtet wurde, werden Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern qualifiziert. Sie beraten kostenlos Haushalte, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen, über Möglichkeiten der Reduzierung von Strom- und Wasserverbrauchs ohne Komfortverlust.

In Frankfurt konnten die Energie- und Wasserkosten pro Beratung um rund 174 € im Jahr gesenkt werden. Die durchschnittlich eingesparten 90 € Stromkosten kommen den Haushalten direkt zu Gute, von den Einsparungen bei den Heiz- und Wasserkosten profitiert der Kreis als Träger der Transferleistungen.

Die geschulten Stromsparhelferinnen und -helfer kommen ins Haus, prüfen den Verbrauch und geben erste Tipps. Beim zweiten Besuch erhalten die Haushalte einen detaillierten „Spar-Fahrplan“, der individuell auf den jeweiligen Haushalt abgestimmt ist und zudem kostenlose Soforthilfen wie TV-Standby-Abschalter, Strahlregler für Wasserhähne oder auch schaltbare Steckdosenleistungen.
Ganz überwiegend fühlen sich die Beratenen von den ehemals Langzeitarbeitslosen, die die Alltagsprobleme von Menschen mit sehr geringem Einkommen aus eigener Erfahrung kennen, sehr gut beraten.

Das Projekt ist eine gemeinsame Aktion des Netzwerkes der Energieagenturen und der Caritas, die mit dem Cariteam-Energiesparservice die Schulungen durchführt. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Projekt finanziell.

„Arme Menschen treffen steigende Energiepreise besonders hart. Das Projekt Stromsparcheck schont das Klima und Geldbeutel gleichermaßen“, betont Dr. Klaus-Uwe Gerhardt abschließend, „Es gilt für den Kreis Offenbach keine Zeit zu verplempern sondern sofort einzusteigen!“


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