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10.09.2009 | Rubrik: Presse | Thema: Energie, Umwelt / Natur

Grüne: Energiepotentialstudie ist ein kluger Baustein zur Zukunftsvorsorge

Zum 2. Mal steht ein Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung am 23.9.09, der die Erstellung einer Energiepotentialstudie für den Kreis Offenbach fordert.

„Eine Energiepotentialstudie ist ein wichtiger und kluger Baustein zur Zukunftsvorsorge im Kreisgebiet“, betont Robert Müller, energiepolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion und verweist auf das Beispiel des Nachbarkreises Groß-Gerau, der bereits eine solche Studie beauftragt hat, „Die ermittelten Potentiale in der Fläche sollen und müssen die Ausgangslage für Planungen und politische und ökonomische Entscheidungen werden.“

Neben Potentialen für Fotovoltaik soll eine solche Studie z.B. auch die Möglichkeiten von Geothermie, Einsatzmöglichkeiten von Kraft-Wärme-Kopplung, Fernleitungen, Möglichkeiten der Biomasse von der Landwirtschaft über die Kläranlagen bis zu den kommunalen Abfällen darstellen – vor allem aber auch die Möglichkeiten der Effizienzsteigerung. Sie soll Diskussionen versachlichen und wegführen von Argumenten, die doch eher von einer Nähe zur Subjektivität geprägt sind.
Maßgeblich bei CDU und SPD im Kreistag war der grüne Antrag auf Erstellung einer solchen Studie für den Kreis bisher auf Skepsis bis Ablehnung gestoßen – u.a. mit dem Argument, der Kreis sei dafür nicht zuständig, sondern die Kommunen müssten selbst ihre Möglichkeiten erkennen.

„Die Möglichkeiten einer einzelnen Kommune sind natürlich begrenzt, aber begrüßenswerte lokale Initiativen, wie z.B. die in Rödermark hinsichtlich des Energiekonzepts, könnten sinnvolle Unterstützung und Koordination durch eine Steuerung des Kreises erfahren“, setzt dem Robert Müller entgegen und unterstreicht „Der Kreis hätte hier seine ureigenste Aufgabe zu erfüllen, nämlich die „Aufgaben wahrzunehmen, die über die Leistungsfähigkeit einer Kommune hinausgehen“ und die Kommunen in der „Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen“, wie es die Landkreisordnung vorschreibt. Nimmt man diesen Auftrag genauso ernst wie Klimaschutz und nachhaltige Vorsorge, ist eine Energiepotentialstudie eine logische Folgerung. Nicht zuletzt das klägliche Scheitern des Biogasprojektes in Mühlheim zeigt, dass Unterstützung sinnvoll wäre. Und die Basis hierfür ist eben, sein Potential genau zu kennen.“

„Die Endlichkeit der Ressourcengewinnung wie z.B. Erdöl oder Uran und die Folgen des CO2-Ausstoßes für das Klima zwingen zum Umstieg in eine klimaneutrale Energieversorgung“, betont Robert Müller abschließend, der darauf hofft, dass sich die Kreistagsmehrheiten wenigstens auf eine Expertenanhörung zu einer Energiepotentialstudie für das Kreisgebiet, die aus Bundesmitteln finanziell gefördert würde, einlassen werden: „Das wäre zumindest ein Trippelschrittchen in die richtige Richtung.“


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