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02.03.2010 | Rubrik: Presse | Thema: Verschiedenes

Fusionspläne zum ärztlichen Notdienst

Grüne: Eine gute Versorgung der Bevölkerung muss an allererster Stelle stehen

Für die Sitzung des Kreistages am 24.3.2010 legt die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen einen Antrag zur ärztlichen Notdienstversorgung – korrekt: vertragsärztlichen Versorgung in den sprechstundenfreien Zeiten – vor.

„Eine gute Versorgung der Bevölkerung muss an allererster Stelle stehen“, betont die Dietzenbacher Kreistagsabgeordnete Andrea Wacker-Hempel, „Die in Rede stehenden Fusionspläne der ärztlichen Notdienstversorgung geben uns da ganz erheblichen Anlass zur Sorge!“
Was an der geplanten Zusammenlegung aus „medizinischen und versorgungstechnischen Gründen“ gut sein soll* ,ist nicht nachvollziehbar“, so Andrea Wacker-Hempel weiter dazu, „Schon heute wartet man manchmal Stunden auf den Notarzt oder auch Stunden in den Wartezimmern der Notdienste! Und das überwiegend in akuten Schmerzsituationen!“

In der Planung ist eine einzige Notdienstzentrale in Dietzenbach und im Zuge dessen möglicherweise die komplette Schließung der Zentralen in Obertshausen und in Langen an der Asklepios Klinik.
Insbesondere halten die Grünen die Fusionspläne für ältere, immobile und Menschen mit Handikap für eine Zumutung. Alle müssten nach den Plänen dann immer nach Dietzenbach ausweichen, wenn sie ärztliche Hilfe außerhalb der regulären Sprechzeiten benötigen. Und wenn der Arztbesuch zu Hause notwendig ist, werden die Wartezeiten immer länger, da ein Einsatzteam für viel mehr Menschen zuständig wäre.

Für die Grünen ist der geplante Vorgang zudem bisher völlig intransparent.

Ähnlich war die Situation bereits 2005: Auch damals war eine Konzentration auf die Zentralen in Seligenstadt und Langen geplant. Deswegen hatte der Kreistag einstimmig einen Antrag verabschiedet, an den sich der jetzt von der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen vorgelegte Antrag anlehnt.

„Damals musste der gesamte Kreistag zur Kenntnis nehmen, dass eine Kooperationsbereitschaft der Ärzteschaft und ihrer Organisation kaum vorhanden war“, erläutert Andrea Wacker-Hempel, „Trotzdem darf diese negative Erfahrung kein Grund sein, die Hände in den Schoß zu legen. Auch der Kreistag muss alles im Rahmen seiner Möglichkeiten Machbare tun und einer massiven Verschlechterung der Versorgung seiner Bevölkerung entgegentreten. Wir sind zuversichtlich, dass der neue Landrat Oliver Quilling das Anliegen unterstützen wird.“

* (vgl. dazu Aussage der Ärzte-Obmänner in „Nachteile für Kranke“ OP v. 9.2.2010)


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