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16.04.2010 | Rubrik: Presse | Thema: Seligenstadt / Mainhausen, Soziales

Ausbau statt Abbau!

Grüne kritisieren beabsichtigte Schließung der Außenstelle in Seligenstadt

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
Als einen Schritt in die falsche Richtung kritisieren die Grünen im Kreistag die beabsichtigte Schließung der Ostkreis-Außenstelle in Seligenstadt. Dort werden bisher Kundinnen und Kunden der Pro Arbeit beraten. Für die Kreistagssitzung am 5. Mai 2010 hat die Fraktion einen Antrag vorgelegt, der grundsätzliche Vorgaben für Pro Arbeit festklopfen soll.

„Wir wollen eine wohnortnahe, bürgerfreundliche Beratung aus einer Hand“, betont der Sprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Reimund Butz, „Deswegen soll die Beratung vor Ort ausgebaut statt abgebaut werden!“

Bei der Übernahme der Option durch den Kreis im Jahr 2004 hatte der Kreistag ausdrücklich die Einrichtung von drei Beratungsstandorten beschlossen: Der Standort Mitte sollte für die Kommunen Mühlheim, Obertshausen, Heusenstamm und Dietzenbach, der Standort Ost für die Kommunen Rodgau, Rödermark, Hainburg, Seligenstadt und Mainhausen und der Standort West für die Kommunen der Westschiene zuständig sein. Der Verweis auf die gute Erfahrung mit der damals schon bestehenden Außenstelle in Seligenstadt war Inhalt der Begründung.

„Falsch war schon, dass eine Außenstelle im Westkreis nie verwirklicht wurde und falsch war auch, dass in jüngster Vergangenheit aus der Außenstelle Seligenstadt bereits Personal ins Kreishaus zurückbeordert und damit der Grundsatz der Bürgernähe konterkariert wurde“, erläutert Reimund Butz weiter und erinnert an das ehemals geltende Motto im Kreis:
„Die Akten müssen laufen, nicht die Menschen“.

„In den letzten Jahren war die Fortführung der Option unklar und damit eine inhaltliche Diskussion blockiert“, führt Reimund Butz dazu weiter aus, „Mit Beendigung dieser Blockade kann jetzt neu justiert werden.“

Rätselhaft finden die Grünen die Schließungspläne auch angesichts der enormen Raumnot im Kreishaus. „Da wird gekündigt ohne zu wissen, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab Juli eigentlich ihren Dienst machen sollen“, wundert sich Reimund Butz, „Entweder entscheidet man sich dann für sehr schlechte beengte Arbeitsbedingungen oder für die Anmietung neuer Räumlichkeiten in Dietzenbach – Irrsinn oder Treppenwitz!“

„Größtmögliche Wohnortnähe bringt Vorteile in der Beratung und Vermittlung, weil sowohl (Selbst-) Hilfestrukturen, als auch Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort besser einzuschätzen und zu nutzen sind“, betont Reimund Butz abschließend, „Eine gute örtliche Vernetzung steigert Effizienz und Erfolgsquote des Fallmanagements, eine Zentralisierung bringt das Gegenteil!“


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