01.07.2010 | Rubrik: Presse | Thema: Verkehr
Clevercard optimieren
Grüne wollen ÖPNV-Angebot für junge Leute optimieren

Hans-Peter Bicherl
Foto: Uta MoslerFür die Kreistagssitzung am 30. Juni 2010 hatte die Kreistagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen einen Antrag eingebracht, der die Ausweitung der „Clevercard“ fordert. Die Clevercard ist eine Jahreskarte des RMV für Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler. Derzeit gilt die Karte während der Woche für das bezahlte Tarifgebiet und in den hessischen Schulferien im gesamten RMV-Bereich.
Ziel des grünen Antrages ist es, die Gültigkeit der Clevercard an allen Tagen im RMV-Gebiet zu erreichen.
„Wir wollen das Angebot für junge Leute optimieren“, betont Hans-Peter Bicherl, verkehrspolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion, „Gleichzeitig sollen damit neue Kunden an den ÖPNV gebunden werden.
Schülerinnen und Schüler bis zur Klasse 10 haben keine Beförderungskosten zu tragen, wenn ihre Schule über drei Kilometer vom Wohnort entfernt ist. Studierende bekommen mit dem Semesterticket ein äußerst preisgünstiges Angebot für die Nutzung des ÖPNV und können damit im gesamten RMV-Gebiet Tag und Nacht fahren. „Gegen dieses Angebot ist die Clevercard relativ teuer und bietet bisher viel weniger an Nutzungsmöglichkeiten“, betont Hans-Peter Bicherl weiter, „Das wollen wir ändern!“
Hans-Peter Bicherl unterstreicht zudem, dass eine solche Verbesserung selbstverständlich nicht die Sache des Kreises allein ist, sondern es Verhandlungen mit dem RMV bedarf. „Wir hoffen aber, mit unserem Antrag den Stein ins Rollen zu bringen! Schließlich geht es nicht um Mehrkosten, da das Verkehrsangebot gleich bliebe. Busse und Bahnen wären aber sicherlich an den Wochenenden verstärkt nachgefragt und damit optimaler ausgenutzt. Vielerorts wird über mangelnde Ausnutzung am Wochenende geklagt.“
Viele Schülerinnen, Schüler und Auszubildende steigen sofort nach erfolgreicher Führerscheinprüfung auf das Auto um. Darüber freut sich sicherlich die Automobilindustrie und der Treibstoffhandel, nicht jedoch die Umwelt. „Mit einer kleinen Steigerung der Attraktivität des ÖPNV könnte sich nicht nur neue Kundschaft binden lassen, sondern unter dem Strich auch Mehreinnahmen bringen“, so Hans-Peter Bicherl abschließend, „Und auch den Klimazielen käme diese Maßnahme durch verminderten CO2-Austoss zugute.“
Die CDU/SPD-Koalition hatte zu dem Antrag einen geänderten Antrag vorgelegt. Dieser wurde bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen angenommen.
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