11.08.2010 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung, Soziales
Zukunft der Kreisjugendheime Affhöllerbach und Waldmichelbach:
Kostengünstige Einrichtungen werden gebraucht
Grüne überreichen Zuschriften für den Erhalt der Einrichtungen an Landrat Oliver Quilling und Sozialdezernent Carsten Müller

Reimund Butz
Foto: Uta MoslerVereine, Schülerinnen und Schüler, Lehrerkollegien, Musikschulen und eine Pfarrgemeinde hatten sich in den letzten Wochen und Monaten bei der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen gemeldet und sich nachdrücklich für den Erhalt der beiden Kreisjugendeinrichtungen im Odenwald ausgesprochen. Die schriftlichen Meinungsäußerungen haben die Grünen nun sowohl Landrat Oliver Quilling als auch Sozialdezernenten Carsten Müller überreicht.
„Offensichtlich gibt es einen großen Bedarf für kostengünstige Gruppenunterkünfte in der näheren Umgebung“, fasst Fraktionssprecher Reimund Butz die Resonanz auf die Berichte über eine mögliche Schließung der Häuser zusammen, „Die Belegungszahlen sind offensichtlich auch besser als sie dargestellt worden sind und im Steigen begriffen.“
In den mündlichen Antworten und den Zuschriften wurden die verschiedensten Nutzungen dargestellt: Da proben Musical- und Schauspielgruppen von Schulen genauso wie Chöre, Tanzgruppen und Orchester von Vereinen, Leistungskurse machen Abiturvorbereitung, Ferienspiele werden vorbereitet, die Jugendfeuerwehr hält dort Seminare ab genauso wie der Kreisjugendring, internationaler Jugendaustausch wird dort gepflegt und Kommunionskinder genießen Gemeinsamkeit. Insbesondere die Lehrerkollegien der Janusz-Korczak-Schule und der Erich-Kästner-Schule in Langen unterstreichen die Bedeutung des Waldmichelbacher Hauses als behindertengerechter Einrichtung für die Kinder der Schulen mit körperlichen Handicaps. Da die Freizeiten mit behinderten Schülerinnen und Schülern sehr personalintensiv sein müssen, spielt der Kostenfaktor eine ganz erhebliche Rolle.
In vielen Zuschriften wird das Personal der Häuser für die Freundlichkeit außerordentlich gelobt. „Man hat den Eindruck, es ist ihnen nichts zu viel zum Wohl der Gäste“, schrieb eine Nutzerin z.B.
„Wir haben keinen Zweifel daran, dass eine ersatzlose Schließung der Häuser eine fatale Lücke aufreißen würde für viele Schulen, Vereine und andere Gruppen! Die Einrichtungen werden gebraucht: kostengünstig mit einfachem Standard, aber mit Infrastruktur für Musik und Sport“, betont Reimund Butz, der gleichzeitig die finanziell katastrophale Situation des Kreises nicht verkennt: „Um Kompromisse werden wir sicherlich nicht herum kommen. Aber wir sind sicher, dass wir Wege finden können, um ein solches Angebot zu erhalten!“
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