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10.02.2016 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Wohnungsbau

Bezahlbarer Wohnungsbau soll zum großen Gemeinschaftsprojekt im Kreis werden

Grüne kündigen Sozialen Wohnungsbau als Top-Thema für den neuen Kreistag an

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
„Wir werden bezahlbaren Wohnraum auch im neuen Kreistag zum Top-Thema machen“, kündigen die Grünen an. Da eine für den kommenden Montag, 15. Februar, vorgesehene gemeinsame Ausschusssitzung zu dem Thema abgesagt wurde, wird der Antrag der Grünen zur Bildung eines regelmäßig tagenden Runden Tisches mit Vertreter*innen von Kreis, Kommunen sowie Fachleuten erneut im frisch gewählten Kreistag auf der Tagesordnung stehen.

„Der Wohnungsbau muss zum Projekt einer groß angelegten interkommunalen Zusammenarbeit im Kreis werden“, betont Fraktionssprecher Reimund Butz, „Dazu brauchen wir ein Fachgremium, das sich kontinuierlich damit beschäftigt.“

Projekt des runden Tisches muss beispielsweise die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft sein, die sich für all die Kommunen anbietet, die über keine eigene Gesellschaft verfügen. Möglicherweise könnte von dort auch eine Beratung und Unterstützung angeboten werden für ältere Menschen, die durchaus gewillt sind, aus ihrem zu groß gewordenen Eigentum auszuziehen, aber die Mühen und Kosten eines Umzugs scheuen. Gerade für Alleinstehende besteht im Kreisgebiet ein eklatanter Mangel an kleinen Wohnungen: hier gilt es entsprechend zu steuern, um dem Bedarf an kleinen, bezahlbaren Wohnungen nachzukommen. „Einen sinnvollen Beitrag können auch Wohnmodelle mit gemeinschaftlichem Wohnen leisten. Genauso wie Modelle mit „Muskelhypothek“, also Modelle mit Eigenleistung“, betont Reimund Butz, „Aber möglicherweise ist das nicht in jeder Kommune sinnvoll.“

Darüber hinaus muss geprüft werden, ob die Einziehung von Fehlbelegungsabgaben nicht zentral übernommen werden kann: einige Kommunen haben errechnet, dass die Verwaltungskosten für diese Aufgabe zu hoch sind, wenn sie separat in der Kommune erhoben wird. Diese Einnahmen wären aber von hoher Bedeutung für den Rückkauf von Sozialbindungen, die flächendeckend im Kreis Offenbach bis zum Jahr 2025 nahezu auslaufen.

Und auch Quotenregelungen für Sozialwohnungsbau in Neubaugebieten wollen die Grünen gerne zum Standard werden lassen. Vorhandene Standards wie Stellplatzsatzungen gehören in die Überprüfung.

„Und bei all dem gilt natürlich, trotz allem Druck sorgfältig mit unseren Flächen umzugehen und Naturschutz- und Erholungsflächen zu erhalten“, betont Reimund Butz, „Innenentwicklung sollte wo immer es geht der Außenentwicklung vorgezogen werden, aber ganz ohne Außenentwicklung wird es auch nicht gehen.“

„Vor uns steht eine Mammutaufgabe. Aber auch die ist zu schaffen, wenn alle Bereitschaft zeigen, zusammen zu arbeiten“, unterstreicht Reimund Butz abschließend, „Das Land stellt ein deutliches Plus an finanziellen Mitteln dafür bereit, aber vor Ort sind viele Akteure gefragt, den Zug aufs Gleis zu setzen. Der Kreis täte gut daran, hier aktiv mitzuwirken und den Rahmen zu schaffen. Das Miteinander zählt!“


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