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13.06.2012 | Rubrik: Anfragen | Thema: Soziales | Stichwort: Betreuung, Kinder

U3-Ausbau im Kreisgebiet

An den
Vorsitzenden des Kreistages Offenbach
Kreistagsbüro

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach den zuletzt 2011 durch den Kreisausschuss vorgelegten Daten (vgl. Antwort zur Anfrage A 055-1) lag die Versorgungsquote für U3-Kinder bei 21%; im März 2012 ging man von 25% aus. In den Jahren 2012 und 2013 sollten jeweils weitere 439 Plätze geschaffen werden um bis 2013 mit insgesamt 3019 Plätzen einen Versorgungsgrad von 35% zu erreichen. Nach Planung sollten ¾ der Plätze in Einrichtungen, ¼ Tagespflegeplätze sein. Allerdings geht man davon aus, dass durch abgesenkte Mittelzuweisung durch das Land der Ausbau in geringerem Umfang durchgeführt werden kann und die angestrebte Marge um 5% verfehlt werden wird in 2013, d.h. nur für 30% der U3-Kinder Plätze zur Verfügung stehen werden.
Nach der neuesten Prognose der Bundesregierung wird aber nicht einmal eine Versorgungsquote von 35% ausreichend sein: stattdessen sei von 42% für Einjährige und 65% für Zweijährige auszugehen.
Nach einem noch nicht rechtskräftigen Urteil ist zudem davon auszugehen, dass Kommunen die Kosten für Privatbetreuung und möglicherweise auch Verdienstausfälle übernehmen müssen, wenn Sie Eltern ab August 2013 kein entsprechendes Platzangebot machen können.

Wir fragen dazu:

  1. Wie ist der aktuelle Stand der Ausbauplanung im Kreisgebiet?
  2. Geht der Kreisausschuss davon aus, dass durch das jüngst im Bundeskabinett verabschiedete 10-Punkte-Programm der Ausbau von U3-Plätzen im Kreisgebiet beschleunigt werden kann? Wie beurteilt der Kreisausschuss in diesem Zusammenhang die Wirkung günstiger Kredite für die Kommunen? Wie beurteilt der Kreisausschuss in diesem Zusammenhang den Ausbau von betrieblichen Kitas im Kreisgebiet?
  3. Sieht der Kreisausschuss weitere Möglichkeiten zur zeitnahen Bereitstellung weiterer Plätze? Wenn ja, welche?
  4. Wird der Kreisausschuss den Kommunen raten, Rückstellungen für Kostenerstattungen an Eltern ab August 2013 vorzunehmen?
  5. Sind dem Kreis Daten bekannt, wie viele ErzieherInnenstellen aktuell im Kreisgebiet nicht besetzt werden können?

Mit der Bitte um Beantwortung in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Für Ihre Mühe danken wir.
Mit freundlichen Grüßen

Andrea Wacker-Hempel


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