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06.08.2008 | Rubrik: Anträge | Thema: Verschiedenes | Stichwort: Personal

Personalbericht

Antrag zur Kreistagssitzung am 27. August 2008

Beschlussempfehlung:

Der Kreisausschuss wird aufgefordert, einen jährlichen Personalbericht zu erstellen.

Dieser Bericht soll folgende Themen beinhalten:

Insbesondere soll der Bericht auch darstellen, wie die zukünftige Personalentwicklung unter Berücksichtigung der absehbaren Personalfluktuation durch Erreichen der Altergrenze und des zukünftigen Aufgabenzuschnitts durch hauseigene Ausbildung, Praktikumsplätze (z.B. JahrespraktikantInnen ASD usw.) und Fortbildung sichergestellt werden soll und kann.

Begründung:

Außer den Daten in Haushalts- bzw. Wirtschaftsplänen inkl. Konsolidierungsprogrammen gibt es bisher keine transparente Darstellung hinsichtlich des Personals und der Personalentwicklung für die Gremien des Kreistages. Für die Weiterentwicklung der Aufgabenerledigung ist umfassende Information über die wichtigste Ressource, nämlich die Beschäftigten, unerlässlich – insbesondere im Vorfeld von Wirtschaftsplanberatungen.
Der Personalbericht soll die Fortschritte hinsichtlich der Zielsetzungen des Leitbildes Kreis Offenbach bezogen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darlegen.

s. dazu: Leitbild Kreis Offenbach:

Unser Selbstverständnis
Der Kreis Offenbach ist der Gemeinschaft der in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden lebenden Menschen verpflichtet.
Er nimmt seine Aufgaben im Interesse des Gemeinwohls nach Recht und Gesetz und den entsprechenden politischen Vorgaben der gewählten demokratischen Organe wahr.
Der Kreis Offenbach und seine Organe (Kreistag und Kreisausschuß) sowie seine Verwaltung verstehen sich als wichtigen Teil einer kreisumfassenden und übergreifenden Infrastruktur. Sie schaffen Voraussetzungen für ein sozialverträgliches Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger und für eine wirtschaftlich leistungsfähige Region. Hierbei ist den besonderen gesetzlichen Aufträgen zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie zum Schutz von Natur und Umwelt Rechnung zu tragen.
Das Handeln der Kreisverwaltung soll in diesem Sinne gerecht, widerstreitende Interessen ausgleichend, planend, gestaltend und ordnend sein.
Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben will die Kreisverwaltung als Anbieterin von Dienstleistungen möglichst bürgernah, flexibel, effektiv, wirtschaftlich und kostenbewußt arbeiten.
Obwohl sich die Verwaltung in vielen Teilen bewährt hat, kann sie den Herausforderungen zukünftiger Entwicklungen und den sich ändernden Erwartungen der Öffentlichkeit nur unter folgenden Gesichtspunkten gerecht werden:
- Bürgerorientierung
Bei unserem gesamten Verwaltungshandeln genießen die berechtigten Interessen und Bedürfnisse der Menschen Vorrang.
Die Verwaltung kommt soweit wie möglich zu Bürgerinnen und Bürgern.
- Effizienz
Die Öffentlichkeit erwartet zunehmend eine qualitativ hochwertige und kostengünstige Leistung als "adäquaten Gegenwert" für ihre Steuern. Das bedeutet kostenbewußten und wirtschaftlichen Umgang mit den bereitgestellten Finanzmitteln.
- Transparenz
Über das Handeln der Verwaltung wird nach innen und nach außen aktiv und zügig informiert. Es wird zeitnah entschieden, die Gründe für das Verwaltungshandeln werden verständlich und nachvollziehbar dargestellt, um sowohl bei den Betroffenen als auch bei der Öffentlichkeit und der Politik die Akzeptanz für die Entscheidungen zu fördern.

Der Weg zum Ziel
Um bürgernäher, effizienter und transparenter zu werden, wollen alle Beteiligten
- die Kreisverwaltung zu einer selbstlernenden Organisation entwickeln, d.h., daß wir ständig zu Veränderungen und Reaktionen auf veränderte Bedingungen bereit sind. Um diese erkennbar zu machen, ist die Schaffung von Instrumenten erforderlich.
- bestehende Aufgaben auf ihre Notwendigkeit und die zu ihrer Erledigung erforderlichen Schritte überprüfen.
- nicht zwingend erforderliche Vorschriften und Anordnungen abbauen und vermeiden, soweit dies in unserer Entscheidungskraft steht. Im übrigen wollen wir versuchen, in diesem Sinne auch auf den Gesetzgeber und andere Organe einzuwirken.
- Bürgerinnen und Bürger soweit wie möglich in die Entscheidungsprozesse einbeziehen. Dazu sind die Kommunikationswege zu verbessern.
- mit den verfügbaren Ressourcen so wirtschaftlich, kostenbewußt, zweckmäßig und wirksam wie möglich umgehen, einzelne Leistungen transparent machen und Alternativen für eine bessere Verwendung der Mittel aufzeigen.
- durch die Anwendung betriebswirtschaftlicher Instrumente (Controlling, Kosten- und Leistungsrechnung u.ä.) uns in die Lage versetzen, die Wirksamkeit, Effizienz und Zweckmäßigkeit unseres Handelns laufend selbst zu überprüfen und zu verbessern.
- einzelnen Verwaltungsbereichen mehr Verantwortung für den Einsatz bzw. die Verwendung der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel übertragen. Damit soll eine zielgerechtere, zweckmäßigere und nach Möglichkeit sparsamere Verwendung von Steuergeldern gefördert werden (Budgetierung u.ä.).
- die Motivation und Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern. Dazu sind Eigenverantwortung, Kreativität, Kooperationsbereitschaft zu entwickeln und zu nutzen.
- überflüssige Hierarchieebenen abbauen und Dienstwege verkürzen, ganzheitliche Sachbearbeitung bei gleichzeitiger Teamorientierung anstreben, leistungsgerechte Bezahlung durch angemessene Eingruppierung oder Anreizsysteme verwirklichen, Qualifikation durch Aus-, Fort- und Weiterbildung fördern, Arbeitsbedingungen verbessern (Flexibilisierung der Arbeitszeit u.ä.).
- die innere Organisation der Verwaltung verbessern, d.h. sowohl dem Ausbau moderner Bürokommunikation unter Einsatz von EDV als auch der Überprüfung bestehender Verfahrensabläufe Priorität einräumen

Die Rolle unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Diese Ziele können nur von leistungsfähigen, motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreicht werden.
Sie sollen sich bei der Kreisverwaltung wohl fühlen und sich mit ihrer Arbeit und ihrem Arbeitgeber identifizieren können.
Ihre Meinungen, Anregungen und Bedenken werden ernst genommen, damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag nicht nur zum Veränderungsprozeß, sondern auch im gesamten Verwaltungshandeln.

Ausbildung, Fortbildung, Qualifizierung
Ausbildung, Fortbildung und Qualifizierung werden systematisch erweitert und ausgebaut. Sie orientieren sich an den Anforderungen einer qualifizierten Aufgabenerledigung, die neue Herausforderungen aufnimmt und der Humanisierung der Arbeit zugute kommt. Entscheidungsbefugnisse werden, begleitet durch gezielte Qualifizierung, soweit wie möglich nach unten verlagert. Eigenverantwortlichkeit bei der Aufgabenerledigung wird gefördert. Die Inhalte verwaltungseigener beruflicher Ausbildungen werden auf diese Ziele zugeschnitten.

Führungsstil
Ein kooperativer, an Teamarbeit orientierter und von gegenseitigem Vertrauen gekennzeichneter Führungsstil wird gezielt gefördert. Der zur Aufgabenerledigung erforderliche Informationsfluß wird sichergestellt. Bei der Auswahl, Qualifizierung und Weiterbildung von Führungskräften ist besonders die Entwicklung sozialer Kompetenz ein wichtiges Kriterium (z.B. Einfühlungsvermögen, Kompromißfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kritikfähigkeit). Beurteilungssysteme verfolgen in erster Linie den Zweck der individuellen Förderung und Beratung der Beschäftigten. Sie entstehen unter Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und formulieren Ergebnisse und Ziele der bisherigen und weiteren beruflichen Entwicklung.

Personalentwicklung und -planung
Die Kreisverwaltung strebt eine systematische Personalentwicklung an. Die Personalentwicklung umfaßt die Summe aller Maßnahmen, die dazu dienen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Berücksichtigung ihrer individuellen und beruflichen Neigungen und Interessen in fachlicher und verhaltensmäßiger Hinsicht zu qualifizieren.
Die Verwaltung prognostiziert und plant mittel- und langfristig ihren Personal- und Qualifikationsbedarf. Für alle Bereiche der Verwaltung werden Anforderungs- und Tätigkeitsprofile erstellt.

Politik und Verwaltung
Kreistag, Kreisausschuß und Verwaltung verstehen sich als Partner. Sie erarbeiten und verfolgen unter Beachtung bestehender gesetzlicher Zuständigkeitsregelungen gemeinsame Ziele und binden sich gegenseitig in ihre Entscheidungen ein.
Der Kreistag hat die Aufgabe, Ziele und Rahmenbedingungen zu formulieren, um die Verwaltung zu steuern und zu kontrollieren.
Der Kreisausschuß und die Verwaltung setzen die politischen Entscheidungen unter den Geboten von Bürgernähe und Wirtschaftlichkeit um.
Um diese Ziele zu erreichen, soll mit einem veränderten Steuerungsmodell auch eine diesem Modell entsprechende Neubestimmung der Aufgabenwahrnehmung von Kreistag, Kreisausschuß und Verwaltung sowie eine Verbesserung der gegenseitigen Information bewirkt werden.


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