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14.08.2012 | Rubrik: Anträge | Thema: Verkehr | Stichwort: Verkehr, ÖPNV

Pro zukunftsorientierte Infrastruktur –
pro Regionaltangente West

Antrag zur Kreistagssitzung am 5. September 2012

Beschlussempfehlung:

Die Regionaltangente West (RTW) ist eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen der Region und Bestandteil übergeordneter Planungen zur Verkehrsentwicklung und Raumordnung (u.s. Regionalplan Südhessen und Regionaler Nahverkehrsplan). Für die im Kreis Offenbach gelegenen Städte Dreieich, Neu-Isenburg und Rödermark ist die Realisierung der RTW von besonders großer Bedeutung, da mit ihr das Netz des schienengebundenen, öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) grundlegend erweitert und verbessert wird.

Für die Bürgerinnen und Bürger der genannten Städte bringt die RTW wesentliche Vorteile. Aufgrund neuer attraktiver Umsteigemöglichkeiten vom Bus zur RTW wird die Anbindung des Frankfurter Flughafens für das gesamte Gebiet des Kreises Offenbach deutlich verbessert. Die Städte Dreieich, Neu-Isenburg und Rödermark werden zudem als wichtige Wirtschaftsstandorte des Kreises gestärkt. Bereits heute ist in vielen Investorengesprächen der Bau der RTW ein wichtiges und standortrelevantes Argument.

Zusammen mit den Städten Dreieich, Neu-Isenburg und Rödermark wendet sich der Kreis Offenbach hiermit an das Land Hessen, den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), den Regionalverband Rhein-Main, die RTW Planungsgesellschaft mbH sowie die weiteren betroffenen Städte und Landkreise, insbesondere die Stadt Frankfurt am Main, um mit Nachdruck für die Umsetzung der Planungen zur Regionaltangente West (RTW) zu werben. Nach jahrzehntelangen Diskussionen und umfangreichen Planungen, verbunden mit entsprechend hohen Planungskosten, ist es an der Zeit, die neue, realisierbare und mit positivem Kosten-Nutzungsverhältnis unterlegte neue Schienenverbindung zu errichten. Die aktuell eingeleitete Energiewende macht den weiteren Ausbau des ÖPNV in der Rhein-Main-Region zwingend notwendig, sodass der Realisierung der RTW auch aus ökologischen und klimapolitischen Gründen ein hoher Stellenwert zukommt.

Trotz knapper finanzieller Ressourcen und Mittelkürzungen im ÖPNV darf dieses wichtige Infrastrukturprojekt nicht „in der Schublade“ verschwinden. Noch nie waren wir in dem langjährigen Planungsverfahren so nah an der Realisierung der Trasse wie heute, sodass nun mit Nachdruck an der Umsetzung des Projektes gearbeitet werden muss. Diese zum Wohle der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, der ansässigen Betriebe und insbesondere der Umwelt im Ballungsraum Rhein-Main.

Begründung:

Diese Resolution wurde bereits von den Stadtverordnetenversammlungen in Neu-Isenburg, Dreieich und Rödermark verabschiedet – jeweils ergänzt um einen Text aus eigener Sicht.

Der Kreis Offenbach sollte diese Resolution nachdrücklich unterstützen und sich in der Planungsgesellschaft – zu der die Beteiligung vom Kreistag am 5.11.2008 beschlossen und am 7.9.2011 ebenso die Änderung des Gesellschaftsvertrages, d.h. die Verlängerung beschlossen wurde – für die Umsetzung einsetzen.


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