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22.08.2017 | Rubrik: Anträge | Thema: Verschiedenes | Stichwort: Ausbildung, Personal

Personalentwicklung in der Kreisverwaltung

Antrag zur Kreistagssitzung am 13. September 2017

Beschlussempfehlung:

Der Kreisausschuss wird aufgefordert, einen Personalentwicklungsplan für die kommenden Jahre vorzulegen, der auf drohende Fehlentwicklungen eingeht und den anstehenden personellen Veränderungen der nächsten Jahre adäquat begegnet.

Der Plan soll folgende Schwerpunkte umfassen:

  1. Erhöhung der Ausbildungsquote
  2. Stärkung des präventiven Gesundheitsschutzes zur Reduzierung der Krankheitstage und Durchführung der vollständigen Gefährdungsbeurteilungen einschließlich der psychischen Belastungen in allen Fachdiensten,
  3. Erweiterung der Stundenkontingente auf Wunsch („Teilzeit ohne Teilzeitfalle“)
  4. Unter dem Postulat der Bürger*innen- und Dienstleistungsfreundlichkeit sollen konkrete Konzepte zur Weiterbildung und Karriereplanung und der Prozess der dezentralen Ressourcenverantwortung sowie zum eigenverantwortlichen Handeln gestärkt werden.

Begründung:

Zu a)
Da in den kommenden Jahren immer mehr Beschäftigte ausscheiden werden, muss dies durch eine Erhöhung der Ausbildungsquote ausgeglichen werden.

Zu b)
Die Tendenz zu vermehrten Fehlzeiten durch Krankheit ist ungebrochen. In der Kreisverwaltung ist insbesondere die Zahl der Langzeitkranken von ca 20% auffällig. Eine vorausschauende Personalpolitik muss den Gesundheitsschutz stärker in den Vordergrund rücken. Auch innerhalb der Ämter und Abteilungen gilt es, Unterschiede in der Quote festzustellen, Ursachen zu erforschen und entschlossen gegenzusteuern. Zum Gesundheitsschutz gehört auch die Stärkung des klassischen Arbeitsschutzes.

Zu c)
Teilzeit ist oft eine Beschäftigungsfalle insbesondere für Frauen: Karrierebremse, weniger Verdienst und damit drohende Altersarmut durch geringere Rentenleistungen sind die negativen Begleiterscheinungen. Allen Beschäftigten in Teilzeit soll grundsätzlich die Möglichkeit offen stehen, ihr Stundenkontingent zu erweitern – vor allem in sozialen Notlagen.

Zu d)
Die Stärkung der Weiterbildungsmöglichkeiten und die Unterstützung von Karriereplanung kann Arbeitszufriedenheit erhöhen. Dabei muss Bürger*innen- und Dienstleistungsfreundlichkeit stets im Focus stehen.


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