Startseite | RSS | Kontakt | Datenschutz | Impressum

29.01.2019 | Rubrik: Anträge | Thema: Klimaschutz, Umwelt / Natur | Stichwort: Regenwassernutzung, Schulen, Solarenergie

Klimaangepasste Schulen

Antrag zur Kreistagssitzung am 20. Februar 2019

Beschlussempfehlung:

  1. Der Kreisausschuss wird aufgefordert, bei der Planung von Schul-Neubauten vorbeugend Maßnahmen in die Planung einzubeziehen, die Folgen des Klimawandels berücksichtigen.
  2. Weiterhin wird der Kreisausschuss aufgefordert, einen Maßnahmenkatalog zur Klimaanpassung für die kreiseigenen Schulgebäude zu erstellen.
  3. Zu dem Maßnahmenkatalog soll die sukzessive Nutzung aller in Frage kommenden Schul- und Hallendächer für solare Energieerzeugung ebenso wie die Brauch- und Regenwassergewinnung gehören.
  4. Der Maßnahmenkatalog soll eine Priorisierung und einen Zeit- und Finanzplan enthalten.
  5. Für die Planung und Durchführung sollen die Beratungsangebote des Landes (vgl. Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025) wahrgenommen werden. Mögliche Fördermittel sollen genutzt werden.

Begründung:

Gerade bezüglich schulischer Neubauten können durch vorausschauende Anpassungsmaßnahmen Energiekosten gesenkt und durch entsprechende Planungen in Hitzeperioden ein erträgliches Lernklima in den neuen Gebäuden geschaffen werden.
Beispielsweise kann bereits die Gebäudeausrichtung bezüglich Sonneneinstrahlung und Windrichtung optimiert werden. Auch die Entscheidung welche Baumaterialien (Lehm/Holz) Verwendung finden, beeinflusst das Raumklima ganz wesentlich.
Helle Baumaterialien absorbieren Sonneneinstrahlung besser als dunkle Materialien oder Verkleidungen.
Wärmeschutz sollte durch geeignete Dämmung der Gebäudehülle sowie außen liegenden Sonnenschutz erfolgen. Dadurch kann höhere Energieeffizienz durch weniger Kühlbedarf im Sommer und weniger Heizbedarf im Winter erzielt werden.
Intelligenter Einsatz von Glasflächen (z.B. Sonnenschutzgläser, Dreifachverglasung, Dimensionierung und Art) und eine gute natürliche Lüftung des Gebäudes spart Energie und sorgt – beispielweise in Kombination mit passiver Kühlung – für ein angenehmes Raumklima durch weniger Kühlbedarf im Sommer und weniger Heizbedarf im Winter schaffen.
Dachbegrünung als Hitze- und Klimaschutzmaßnahmen sind weitere Beispiele für bauliche Anpassungen an bestehende Gebäude, ebenso Trinkbrunnen.

Zu Pkt 4:
Auch der Ausbau der erneuerbaren Energien gehört zur Anpassung bzw. Vorsorge.
Bisher werden lediglich 28 Schuldächer für die solare Energieerzeugung genutzt (vgl. Antwort auf die Anfrage 008 vom 24.5.2016). Eine maximale Nutzung soll angestrebt werden.

"Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025" auf S. 47:
https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/integrierter_klimaschutzplan_web_barrierefrei.pdf

<<Februar 2019>>
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728   

Pressemitteilungen Landtag

GRÜNER Setzpunkt im zweiten Februar-Plenum: Nachhaltige Landwirtschaft in Hessen – gut fürs Klima und die Region

Islamischer Religionsunterricht: Angebot für muslimische Schülerinnen und Schüler ist garantiert

Wohnen: Landesregierung ist engagiert für mehr bezahlbare Wohnungen

30 Jahre Alevitische Gemeinde Hessen: GRÜNE gratulieren zu Einsatz für interreligiösen Dialog

Polizeiliche Kriminalstatistik – Weniger Delikte, bessere Aufklärung: Hessen ist ein sicheres Bundesland

Keine Fahrverbote in Wiesbaden: Ganzheitlicher Ansatz für saubere Luft erfolgreich

Regionaltangente West: Vermittlung des Verkehrsministers löst Blockade für Schienenprojekt

Menschenrechte in der Türkei: GRÜNE solidarisieren sich mit Friedenspreisträgerin Fincanci

Rechtsextreme Drohschreiben: Besorgniserregende Vorfälle müssen umfassend aufgeklärt werden

Luftreinhaltepläne: Saubere Luft in Städten entsteht nicht, indem man Grenzwerte anzweifelt