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22.03.2006 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung, Soziales | Stichwort: Betreuung

Schulbetreuung in Gefahr!

Bündnisgrüne schlagen Alarm

An 12 Grundschulen im Kreisgebiet wird mit Jahresende 2006 ein Teil der finanziellen Förderung auslaufen.* Zurückzuführen ist das auf einen Beschluss des Kreistages, der im Jahr 2000 beschlossen hatte, gestrichene Landesmittel bis zum Jahr 2006 zu ersetzen. Begründet war der Beschluss u.a. damit, dass es in den Kommunen „(...) durchaus Bereitschaft gibt, sich mit kommunalen Ressourcen an Betreuungsangeboten (...) zu beteiligen.“ Für den Kreis ergäbe sich dadurch ein Einsparungspotential von insgesamt 80.000 Euro per anno.

„Über den Fördervereinen, die die Betreuungen organisieren, hängt damit wieder einmal ein Damoklesschwert“, unterstreicht Andrea Wacker-Hempel, Mitglied der Kreistagsfraktion, „bis heute gibt es offensichtlich für die meisten Schulen keine klaren Aussagen dazu, wie es nach dem 31.12.06 weitergehen soll. Wenn Kreis und Kommunen sich nicht bald auf eine Fortführung der Finanzierung einigen, werden wieder einmal die Eltern mit höheren Beiträgen dran glauben müssen!“

Nach Ansicht der grünen Kreistagsfraktion darf diese Folge nicht eintreten. „Wenn schon der Notnagel der Betreuung noch eine Weile halten muss, weil das Land den Ausbau von Ganztagsschulen in unverantwortlicher Weise verzögert, dann muss verlässliche Betreuung wenigstens bezahlbar bleiben“, unterstreicht Andrea Wacker-Hempel, „ein weiteres Schröpfen von gebeutelten Eltern passt nicht zu den Sonntagsreden über Familienpolitik!“

„Die Organisation der Betreuung ist sowieso schon fast überall abhängig von dem großen Engagement einiger Eltern, die mit den Fördervereinen ehrenamtlich eine kleine Firma führen: zurecht fühlen sich viele mit der Personalorganisation und einer schwierigen Finanzsituation völlig überfordert“, führt Andrea Wacker-Hempel dazu aus, „es wäre dringend notwendig, die Eltern von diesen administrativen Aufgaben zu entlasten! Verständlicherweise finden sich an vielen Schulen kaum noch Freiwillige für diesen immensen Arbeitsaufwand.“

Die grüne Kreistagsfraktion kündigt an, den Ausbau der Schulbetreuung zum Thema bei den Haushaltsberatungen für den Haushalt 2007 zu machen, sofern bis dahin keine Einigung zwischen den Kommunen und dem Kreis zustande gekommen ist. „Unser Ziel ist ein flächendeckendes gesichertes Angebot. Dazu gehört als Minimum eine verlässliche Finanzausstattung und eine professionelle Unterstützung für den administrativen Bereich – entweder durch die Kommunen oder durch den Kreis“, erklärt Andrea Wacker-Hempel, „anders wird das vorhandene Angebot nicht aufrecht zu erhalten sein, auf das der Kreis immer stolz verweist. Erste Kommunen haben dazu bereits wegweisende Konzepte vorgelegt, andernorts hakt es noch gewaltig.“

„Familien brauchen tatkräftige Unterstützung in allen Phasen und nicht nur warme Worte“, betont Andrea Wacker-Hempel und kritisiert damit auch die Ankündigung der Landesregierung, die Gelder für Horte zugunsten der Betreuung für unter 3jährige umzuschichten, „wenn Eltern von Jahr zu Jahr um eine verlässliche Betreuung bangen, sich dafür neben ihren Jobs unerlässlich engagieren und dazu noch reichlich bezahlen müssen, erhöht das sicher nicht die Lust auf´s Kinderkriegen!“

*Haushaltskonsolidierungsprogramm Kreis Offenbach 2006-2009:
„(...) Ab dem Jahr 2007 entfällt für 12 Schulen die Garantiesumme nach dem Stand von 1992, wodurch sich eine jährliche Einsparung von rund 80.000 Euro ergibt.“


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