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15.09.2008 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Hartz IV, Soziales

Schnäppchenjäger aus dem Elfenbeinturm!

Grüne kritisieren Thießen-Studie als Berechnung der Ausgrenzung

Als lebensfremdes Produkt aus dem Elfenbeinturm bezeichnen die Kreistagsgrünen die Studie des in Dreieich beheimateten Professors der Universität Chemnitz. Nach den Ergebnissen von Prof. Thießen sollen 132€ im Monat ausreichend sein zur Lebenssicherung.

„Derartige Discountvorschläge sind untauglich und haben nichts mit der Lebenswirklichkeit zu tun“, betont Reimund Butz, Sprecher der Kreistagsfraktion und ausgewiesener Sozialpolitiker, der auf seriöse Studien von Wohlfahrtsverbänden und Kirchen verweist, die klar davon ausgehen, dass der derzeitige Regelsatz insbesondere für Kinder zu niedrig ansetzt, „Weder von Ernsthaften in der Politik noch von den Wohlfahrtsverbänden wird in Zweifel gezogen, dass Hilfen ausgebaut werden müssen: gestritten wird über das „WER“ und das „WIE“. 132€ sind eine Berechnung der Ausgrenzung!“

„Zwei Handtücher befindet der Buchschläger Autor in seinem Warenkorb genauso als Luxus wie eine zweite Gabel, ein Bügeleisen oder eine Teilnahme an Kultur“, erläutert Reimund Butz weiter und kritisiert die Rechtfertigung von Friedrich Thießen, man habe mit der Studie keinerlei Schlussfolgerungen gezogen, sondern lediglich Mindestsicherung mit der gewährten Leistung verglichen, als wahlweise unverantwortlich oder naiv.

„Die Bewältigung von Armut, insbesondere der Armut von Kindern, gehört zu den großen Aufgaben der Gegenwart“, unterstreicht Reimund Butz, „Viele Kinder sitzen mit knurrendem Magen in der Schule und sind bei der Anschaffung von Schulmaterialien ebenso auf Spenden angewiesen wie bei der Teilnahme am einem Ausflug.“

„Wir hoffen, dass der vom Kreistag auf unsere Initiative hin vor fast einem Jahr beschlossene Auftrag zur Entwicklung von Maßnahmen gegen Kinderarmut, der für das Frühjahr 2008 terminiert war, jetzt endlich vorgelegt wird“, so Reimund Butz, der zugleich aber auch an die Verantwortung von Bund und Land appelliert: „Kreise und Kommunen stehen mit in der Verantwortung, können aber nicht ständig in hohem Umfang finanziell einspringen, wo Land und Bund versagen.“

„Wir werden uns weiterhin vehement dafür einsetzen, dass der Kreis seinen Anteil beiträgt für Unterstützung in der Gesundheitsvorsorge, für schulische Hilfen wie Hausaufgabenhilfe und Ganztagseinrichtungen, für kostenfreies Mittagessen oder Unterstützung für Schulmaterialien“, betont Reimund Butz abschließend und fügt hinzu: „Eine Optimierung des Förderns und eine Korrektur der Fehler der Hartz IV-Gesetze stehen auf der Agenda. Universitäre Schnäppchenjäger sind dabei genauso gnadenlos kontraproduktiv und überflüssig wie unseriöse Sozialfahnder!“


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