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25.05.2010 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Kinder

Kinderarmut im Kreis: Wenn Kindern der Magen knurrt und die Betreuung nicht ausreicht, können wir nicht zur Tagesordnung übergehen!

Grüne wollen Mittagessen und Betreuung für Kinder aus armen Familien sicherstellen

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
Gegen mangelnde Versorgung armer Kinder wendet sich ein Antrag der Kreistagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, vorgelegt für die Kreistagssitzung am 30. Juni 2010.

„Wir wissen, dass vielen Kindern oft der Magen knurrt, weil sie kein Frühstück und kein Mittagessen bekommen. Und wir wissen auch, dass es für viele Kinder aus armen Familien gut wäre, wenn sie über den Vormittag hinaus in einer Kindertagesstätte betreut wären“, so Fraktionssprecher Reimund Butz und betont: „Mit diesem Wissen kann man nicht zur Tagesordnung übergehen!“

Die Grünen fordern mit ihrem Antrag den Kreisausschuss auf, gemeinsam mit den Kommunen dafür Sorge zu tragen, dass Kinder aus armen Familien die Möglichkeit für eine ganztägige Betreuung erhalten. Dies soll sowohl für Kindergärten als auch für Schulbetreuung oder Hort gelten und die Teilnahme am Mittagstisch, an dessen Kosten sich die Eltern hälftig beteiligen sollen.

Am Beispiel der Zahlen aus Rödermark zeigt sich der dringende Handlungsbedarf: Derzeit besuchen dort 110 Kinder einen Kindergarten aus Familien, die Hilfeleistungen beziehen oder ein Einkommen knapp über der Grenze haben. Der Mehrzahl davon wird nur ein Halbtagsplatz finanziert. Ein Mittagessen finanziert der Kreis nur für zwei dieser Kinder, gelegentlich für zwei weitere.

Die Grünen hatten bereits im Herbst 2007 im Kreistag eine Initiative gegen Kinderarmut gestartet.
Obwohl dieser Antrag damals einstimmig angenommen worden war, ist seither nicht viel passiert.
Das Konzept, das 2008 auf der Grundlage des Beschlusses vorgelegt worden war, listet einige Projekte wie z.B. das Frühwarnsystem „Keiner fällt durchs Netz“ oder „Hand in Hand“ usw. auf, bleibt aber in vielen Punkten bei Absichtserklärungen stehen.
Hinsichtlich der Essens-Grundversorgung wird ausgesagt:
„Die erforderlichen Finanzmittel sollen mit 50.000 € durch die kreiseigene Stiftung „Miteinander leben“ ergänzt werden. In diesem Zusammenhang wird gegenwärtig die Gründung eines Vereins zur Sicherstellung von gesundem Mittagessen geprüft. Über den zu gründenden Verein können auch andere Altersgruppen erreicht werden.“ („Gegen die Armut von Kindern im Kreis Offenbach“, Dietzenbach 2008 S. 10)

„Das war die Idee im Jahr 2008 und seitdem ist Stillstand im Kreis Offenbach“, kritisiert Reimund Butz, „Deswegen ist es höchste Zeit, im Sinne der Kinder wieder mit der gleichen Zielrichtung parlamentarisch initiativ zu werden.“

Mit dem Antrag wollen die Grünen auch den abstrusen Bildungs- und Kinderbetreuungssparplänen von Roland Koch aktiv entgegentreten. „Wir müssen Kindern die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Bildungschancen ausbauen und optimieren. Die Bildungs-Sparpläne eines Roland Koch sind ein Vergehen an unseren Kindern und ein Angriff auf eine zukunftsfähige Gesellschaft“, so Reimund Butz abschließend, „Die Koch´sche Rechnung, die auf ausschließlich den eigenen Interessen wohlgesonnene Wählerschichten zielt, darf nicht aufgehen!“


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