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11.08.2015 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Wohnen

Gemeinschaftliches Wohnen ist ein zukunftweisendes Projekt

Grüne Kreistagsfraktion besuchte das Franziskushaus in Rödermark

Hans-Peter Bicherl
Hans-Peter Bicherl
Foto: Uta Mosler
Über das Franziskushaus in Rödermark-Urberach, eine Einrichtung des Caritasverbandes Offenbach, informierte sich die Grüne Kreistagsfraktion im Rahmen ihrer Sommertour am 10.8.2015.
„Ein zukunftsweisendes Projekt, das hoffentlich nicht das einzige seiner Art im Kreis Offenbach bleibt“, konstatiert dazu Hans-Peter Bicherl aus Hainburg, „Gerade auch im östlichen Kreisgebiet wäre es wichtig, ein solches Angebot zu duplizieren.“
Das Franziskushaus bietet seit diesem Jahr für etwa 60 ältere Menschen barrierefreie Zwei- und Dreizimmerwohnungen von 47-80 Quadratmetern. 17 der Wohnungen wurden mit öffentlichen Zuschüssen errichtet. Dazu gibt es Wohngruppen mit Einzelzimmern für 13 dementiell erkrankte Menschen.
Konzept des Hauses ist das gemeinschaftliche und selbstbestimmte Wohnen: alle Bewohner haben sich zu vier Stunden monatlichem Engagement bereiterklärt: das kann Gartenarbeit genauso sein wie die Organisation gemeinsamer Unternehmungen. Wer individuelle Hilfen wie Pflegeleistungen oder Essen auf Rädern benötigt, kann diese über die Sozialstation erhalten. Ein Beratungsangebot im Haus ergänzt das Konzept.

„Mit dem Konzept des gemeinschaftlichen Wohnens wird nicht zuletzt die Fitness gefördert und Vereinsamung vorgebeugt. Für viele kann damit ein Aufenthalt im Pflegeheim vermieden oder doch zumindest hinausgezögert werden“, zeigt sich Hans-Peter Bicherl überzeugt und betont: „Deswegen müßte gerade der Sozialhilfeträger großes Interesse an Einrichtungen mit einem solchen Konzept haben, da damit Kosten vermieden werden können.“
Großen Anklang fand bei den Grünen auch die Errichtung von frei finanzierten und Sozialwohnungen unter einem Dach. „Während das Angebot an barrierefreien Wohnungen wächst, herrscht bei Sozialwohnungen großer Mangel. Zunehmend werden sich ältere Menschen aber nur eine Sozialwohnung leisten können.“

Als Sahnehäubchen des Projektes informierten sich die Grünen über die Heizung, die von der Energiegenossenschaft Rodgau/Rödermark betrieben wird: mit der Pelletheizung werden 60-80 Tonnen Cos p.a. eingespart.

„Ein rundum überzeugendes Projekt, dessen Erfinder sich viele Gedanken in der Vorplanung gemacht und über alle Hürden navigiert haben“, so Ursula Chmelik, Kreistagsmitglied und Heusenstammer Stadtverordnete abschließend, „Bleibt zu hoffen, dass sowohl vom Land als auch von kommunaler Seite solche Projekte zukünftig vermehrt unterstützt werden.“


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