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20.08.2015 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Flüchtlinge, Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Kreis Offenbach versagt bei der Betreuung junger Flüchtlinge

Robert Müller
Robert Müller
Foto: Uta Mosler
Aufgrund einer Pressemitteilung der OP vom 19.8.15 wird das Ausmaß der Untätigkeit der Verwaltungsspitze im Kreis Offenbach bezüglich der Betreuung junger Flüchtlinge deutlich. Die Zustände seien so schlimm, dass sich Landesregierung und Regierungspräsidium eingeschaltet hätten. Zur Zeit sind es 27 junge Flüchtlinge, die in der Flüchtlingsunterkunft in Seligenstadt nur äußerst notdürftig und gegen alle Standards der Jugendhilfe untergebracht sind.

Die Grünen weisen nun darauf hin, dass die unhaltbaren Zustände bereits seit Monaten bekannt sind, und trotz penetrantem Nachfragen der Grünen und den Versprechen des zuständigen Dezernenten Carsten Müller auf baldige Abhilfe sich offenbar nicht nur nichts getan habe, sondern dass die Zustände sich verschlimmert hätten.

"Alle Jugendämter stehen vor der gleichen Herausforderung, immer mehr jugendliche unbegleitete Flüchtlinge angemessen unterzubringen und zu betreuen, irgendwie schaffen es die meisten, nur der Kreis Offenbach versagt völlig vor dieser zweifelsohne großen Aufgabe", sind sich der Fraktionsvorsitzende Reimund Butz und der grüne Herausforderer für die demnächst stattfindende Landratswahl, Robert Müller, einig.

"Dass ein Landesminister einen Landrat anmahnt, einen offensichtlichen Missstand in der Jugendhilfe des Kreises abzustellen, ist in der Kreisgeschichte einmalig und weist auf ein völliges Versagen der Verwaltungsspitze hin. Die immer wieder beschworene aber in großen Teilen selbst verschuldete Finanzmisere darf nicht herhalten dafür, dass in großer Zahl traumatisierte Jugendliche völlig ihrem Schicksal überlassen werden und nun geprüft werden muss, ob der Kreis mit dieser Untätigkeit gegen Recht und Gesetz verstößt", unterstreichen die Kreispolitiker der Grünen.

„Mit der Freistellung des bisherigen Jugendamtsleiters hat man sich einer wichtigen personellen Ressource beraubt und geglaubt, alle Aufgaben der Jugendhilfe mit verbleibenden Kräften zu schultern – ein Irrglauben und eine völlige Fehleinschätzung“, sind Reimund Butz und Robert Müller überzeugt.

Die Fraktion der Grünen wird für den kommenden Kreistag den Antrag stellen, dass in vertretbarer Kürze alle notwendigen Standards bei der Betreuung der jungen Flüchtlinge durch den Kreisausschuss umgesetzt werden. Es werde zusätzlich geprüft, ob ein Antrag mit dem Ziel der Missbilligung bezüglich der bisherigen Untätigkeit in dieser Frage zu stellen sei.


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