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08.10.2015 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Flüchtlinge

Flüchtlingsunterbringung und -betreuung:
Kein Grund zur Panik im Kreis Offenbach

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
Keinen Grund für Panik sehen die Grünen im Kreistag für den Kreis Offenbach.
„Wir verkennen nicht, dass die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge eine große Aufgabe ist, aber im Kreis Offenbach besteht kein Grund zur Panik“, betont Fraktionsvorsitzender Reimund Butz, „Der Kreis besitzt noch eigene Immobilien, die zur Unterbringung hergerichtet werden können.“

Beispielweise gibt es eine Reihe leerstehender Schulgebäude – angefangen in Sprendlingen an der Max-Eyth-Schule über die nicht genutzte Turnhalle in Egelsbach und die Fröbelschule in Obertshausen bis zur Hans-Memling-Schule in Seligenstadt. „All diese Gebäude könnten mit verhältnismäßig wenig Aufwand genutzt werden ohne Einschränkungen für andere Gruppen“, betont dazu Reimund Butz und ergänzt: „Und ohne Zweifel bedarf das Flüchtlingsthema einiger Umstrukturierungen in der Verwaltung.“

Die Grünen schlagen weiter vor, eine Leitstelle Flüchtlinge zu installieren, mit der die Abläufe reibungsloser koordiniert werden könnten. „Über diese kann dann auch die Kooperation und die Koordination mit den Kommunen verbessert werden, wo es an allen Ecken knirscht“, so Reimund Butz, „Beispielsweise kann auch über gemeinsame Beschaffungen nachgedacht werden.“

Darüber hinaus soll regelmäßig ein runder Tisch mit Vertretern der Fraktionen und Flüchtlingshelfern tagen, wie die Fraktion es Landrat Oliver Quilling bereits vorgeschlagen hat. „In dieser Arbeitsgruppe sollen Vorschläge besprochen werden ohne den für diese Angelegenheit untauglichen Rhythmus des Kreistages und ohne politisches Hickhack“, begründet Reimund Butz.
„Die Aufgabe geht ohne Zweifel ganz erheblich über den gewohnten Verwaltungsalltag hinaus, aber die Voraussetzungen, diese zu meistern, sind im Kreis Offenbach ausgesprochen gut, denn im Kreis gibt es auch eine sehr ausgeprägte Hilfsbereitschaft hunderter Engagierter“, so Reimund Butz, „Vorausschauend wäre es, diese Hilfsbereitschaft von Kreisseite aktiv zu unterstützen: schließlich wollen wir über einen langen Zeitraum darauf bauen können.“

„Wenn viele engagiert und koordiniert zusammenwirken, gibt es bei den positiven Rahmenbedingungen im Kreis viel Grund zu Optimismus und Chancen“ so Reimund Butz abschließend, „Der Kreis kann die Grundlagen dazu schaffen.“


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