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16.01.2018 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales, Umwelt / Natur | Stichwort: Wohnen, Wohnungen, Wohnungsbau

Bezahlbarer Wohnraum im Kreis Offenbach:
Kreisausschuss muss endlich Impulse setzen

Robert Müller
Robert Müller
Foto: Uta Mosler
Auf Initiative der grünen Kreistagsfraktion hatte der Kreistag am 8. Juni 2016 einen wegweisenden Antrag unter dem Titel „Agenda für bezahlbares und energieeffizientes Wohnen im Kreis Offenbach“ beschlossen. Auch 100.000€ stehen für diese Aufgabe im aktuellen Haushalt des Kreises bereit. „Aber passiert ist nahezu nichts“, stellt dazu Robert Müller, Mitglied der Fraktion aus Mühlheim, fest, „Das ist fahrlässig angesichts der Lage auf dem Wohnungsmarkt.“

Auf Nachfrage der Grünen dazu im Oktober 2016 war lediglich von einer ersten Prüfung hinsichtlich der Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft die Rede, die erhebliche Bedenken ergeben habe. Ansonsten von keinerlei Maßnahmen über den üblichen Rahmen hinaus.
Mit einem Antrag für die Kreistagssitzung am 28. Februar 2018 werden die Grünen nun erneut nachhaken und wollen wissen, ob zwischenzeitlich endlich weitere Schritte erfolgt bzw. wenigstens eingeleitet worden sind.

Aufgabe des Kreisausschusses gemäß dem Antrag vom Juni 2016 war es, Modelle für bezahlbares und energieeffizientes Wohnen zu prüfen genauso wie die Förderung und Bildung von Wohnungsbaugenossenschaften, innovative Projekte zur Nachverdichtung im Innenbereich und die interkommunale Zusammenarbeit für die Erhebung einer Fehlbelegungsabgabe. Weiterhin sollte die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft geprüft werden bzw. die Kooperation von bestehenden Wohnungsbaugesellschaften sowie die Bewerbung von Förderprogrammen für Passivhausbau und die Begleitung der Kommunen bei der Ausweisung von Flächen.

„Wir hoffen, mit unserem erneuten Vorstoß das Thema wieder in den Focus zu rücken, aus dem es die Koalition aus CDU und SPD offensichtlich entlassen hat“, so Robert Müller weiter dazu, „Gerade in unserem Ballungsraum ist Abstimmung und Koordination von eminenter Bedeutung: neuer Wohnungsbau muss in wesentlichen Teilen bezahlbar und auf die Nachfrage abgestimmt sein, wie z.B. der Nachfrage nach kleinen Wohnungen für Alleinlebende. Und natürlich geht es bei jeder Entwicklung auch um besonders sorgfältige Abwägung hinsichtlich des Erhalts von Wald-, Wiesen- und Ackerflächen. Die Aufgaben sind schwierig – Grund genug, sie engagiert anzupacken.“


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