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14.06.2018 | Rubrik: Presse | Thema: Schule / Bildung | Stichwort: Schulen, Schulentwicklungsplan

Schulentwicklungsplan

Grüne: Verlässliche und ganzheitliche Planung statt vagen Absichtserklärungen

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
Für eine verlässliche und ganzheitliche Planung zur Entwicklung der Schulen im Kreisgebiet soll der Antrag sorgen, den die grüne Kreistagsfraktion zum Entwurf des Kreisausschusses nun für die Sitzung des Kreistages am 20. Juni 2018 vorgelegt hat.

„Wir wollen Verlässlichkeit und Planbarkeit trotz schwieriger Umstände“, betont Fraktionssprecher Reimund Butz, „Dazu gehört eine klare Prioritätenliste mit Zeitschiene und Finanzierungsplan, die wir in den Schulentwicklungsplan aufgenommen haben wollen. Mit den zahlreichen vagen Ankündigungen im derzeitigen Entwurf der Verwaltung ist niemanden gedient.“

Darüber hinaus wollen die Grünen den Schulentwicklungsplan im 2-Jahres-Rhythmus überprüft wissen und fortschreiben. „Das halten wir für unerlässlich, da die Bevölkerungsentwicklung derzeit für eine ganze Reihe von Kommunen in der Tat schwer vorhersehbar ist“, erläutert Reimund Butz, „Während man beispielsweise für Langen heute sehr klar weiß, dass die vorhandene Infrastruktur dringend ausgebaut werden muss, kann niemand vorhersagen, wie sich angedachte Baugebiete in anderen Kommunen in welchen Zeiträumen entwickeln werden. Deswegen ist eine fortlaufende Überprüfung der Schulentwicklung unverzichtbar – verbunden gegebenenfalls mit einer Aktualisierung der Prioritätenliste. „Eine große Pause in der Fortschreibung der Schulentwicklung wie in den letzten zwölf Jahren muss zukünftig jedenfalls ein Tabu sein!“ betont Reimund Butz.

Darüber hinaus beharren die Grünen darauf, im Schulentwicklungsplan die Planungen für Ganztagsangebote genauso aufzunehmen wie Schulsozialarbeit oder Vorklassen und Intensivklassen. „Schulplanung ist mehr als Klassenräume. Wir brauchen eine ganzheitliche Planung, die mehr umfasst als die Klassenräume für den Pflichtunterricht“, so Reimund Butz.

Dass im Zeitalter der Inklusion Schulgebäude barrierefrei gebaut werden, sollte nach Ansicht der Grünen ebenso eine Selbstverständlichkeit sein wie die Planung von Differenzierungsräumen oder der ausreichende Platz für das Mittagessen der Schülerinnen und Schüler genauso wie für das Lehrpersonal.

Für die einzelnen Kommunen sind in dem Antrag die dringenden Notwendigkeiten an Schulneubauten und/oder Erweiterungsbauten aufgeführt.
„Auch wir wissen, dass nicht alles in den nächsten zwei Jahren umsetzbar ist, obwohl einige Maßnahmen am besten schon vorgestern auf den Weg gebracht sein sollten. Genau deswegen bestehen die zusätzlichen Hausaufgaben für den Kreistag darin, Prioritäten zu benennen und zu planen und dies auch fortlaufend zu tun. Erst dann kann man von einer wirklichen Schulentwicklung reden, die ihren Namen verdient. Und die Schulgemeinden, Eltern und Kinder zu Recht fordern“, so Reimund Butz abschließend.


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