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05.07.2018 | Rubrik: Presse | Thema: Verkehr | Stichwort: Elektromobilität, Langen, Stickoxyd, Verkehr

Von der überdimensionierten Brotbox zu sauberer Atemluft

Grüne besuchten den Akkuhersteller AKASOL in Langen

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
Im Rahmen der Sommertour besuchte die grüne Kreistagsfraktion zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Frank Kaufmann und der Landtagskandidatin für den Wahlkreis 44 Katy Walther sowie Gästen aus den Reihen der Langener Grünen am 2.7.2018 die Firma AKASOL in Langen. Das Unternehmen produziert vorrangig Akkus für Busse, Straßenbahnen, Regionalbahnen, Nutzfahrzeuge, Arbeitsmaschinen und Marine, die elektrisch oder mit Hybridtechnik betrieben werden. Auch Zwischenspeicher für Solar- und Windanlagen gehören zur Produktpalette.

„Ein bißchen erinnern die Akkus an überdimensionierte Brotboxen“, so Reimund Butz, Sprecher der grünen Kreistagsfraktion, „Der Inhalt aber bietet Energie in hochdimensionierten Ausmaß für elektrisch betriebene Fahrzeuge.“

Die Firma ist 2008 aus dem Verein Akasol e.V. an der TU Darmstadt hervorgegangen: die Studenten hatten mit Eigenbau-Modellen solar betriebener Fahrzeuge renommierte Preise gewonnen. Daraus ist bis heute ein aufstrebendes Unternehmen gewachsen mit Standorten in Darmstadt, Langen, Ravensburg und Detroit – seit wenigen Tagen auch börsennotiert.

„Die Entwicklung vom ambitionierten Basteln zum internationalen Technologieführer ist beeindruckend“, so Landtagskandidatin Katy Walther, „Langen kann stolz sein, sich zu den ausgewählten Standorten zu zählen.“ Der Standort Langen bietet derzeit 20 Arbeitsplätze mit steigender Tendenz: Ziel ist ein Personalbestand von etwa 100.

Daimler, Volvo und Alstom gehören neben vielen anderen zu den Kunden, die auf die effizienten und schnell aufladbaren Batteriesysteme von Akasol setzen. Mit Alstom wurde eine Hybridbahn entwickelt. „Vielleicht wäre das auch ein denkbares Modell für bisher noch dieselbetriebene Strecken in unserer Region“, so Reimund Butz.

Ein Elektrobus benötigt etwa 6–12 der Akkuboxen, die auch wegen ihrer schnellen Ladefähigkeit überzeugen.
„Langen wird man mit der Firma Akasol sicherlich zukünftig mit besserer Atemluft verbinden“, unterstreicht Landtagsabgeordneter Frank Kaufmann, „Die Umstellung von Bussen und Nutzfahrzeugen von Diesel- auf Elektrobetrieb ist ein großer Schritt zur Reduzierung der gesundheitsschädlichen Stickoxyde. Einige Städte gehen schon mit gutem Beispiel voran. Wir hoffen auf viele Nachahmer!“

Die Firma wurde schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter auch der Hessische Staatspreis.


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