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12.08.2019 | Rubrik: Presse | Thema: Umwelt / Natur | Stichwort: Wasser, Wasserversorgung, Wasserverunreinigung

Zukunft der Wasserversorgung: Alle müssen an einen Tisch

Karin Wagner
Karin Wagner
Foto: Uta Mosler
Zur Zukunft der Wasserversorgung hat die grüne Kreistagsfraktion für die kommende Kreistagssitzung am 11. September 2019 einen Antrag vorgelegt.

„Wir müssen das Thema Grundwasserschutz in den Fokus stellen um die Wasserversorgung für die Zukunft zu sichern“, unterstreicht Karin Wagner, umweltpolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion.
Die Belastung in der Region ist hoch. Verschärft wird die Situation zusätzlich durch den Klimawandel. Die Folgen sind jetzt schon spürbar. Es ist zu heiß und es regnet viel zu wenig, so dass sich Grundwasser nicht ausreichend neu bildet. „Es reicht aber nicht, die Spartaste der Toilette zu benutzen“, unterstreichen die Grünen.
Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist sich der Problemlage bewusst und hat ein „Leitbild für ein Integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main“ entwickelt, das im Herbst 2018 vorgelegt wurde. Zentral sind in diesem Leitbild der Schutz der Wasserressourcen, die Rahmenbedingungen für die langfristige Sicherstellung der Wasserversorgung, eine rationelle Wasserverwendung, die Vermeidung negativer ökologischer und wirtschaftlicher Auswirkungen sowie die Schaffung von Planungssicherheit für die Träger der öffentlichen Wasserversorgung benannt. Das Leitbild umfasst die Regionen der Regierungsbezirke Darmstadt und Gießen.
„Das ist auf Landesebene ein Schritt in die richtige Richtung“, meinen die Grünen, „ Es bedeutet aber nicht, dass der Kreis untätig abwarten muss. Er kann ebenfalls Verantwortung übernehmen und ein Forum initiieren – wie er das z.B. auch in Sachen Mobilität in vorbildlicher Weise tut.“
Eingebunden werden müssen nach Ansicht der Grünen u.a. die Kommunen des Kreises mit ihren Kläranlagen-Betreibern, die AG Wasserversorgung Rhein-Main, die Landwirtschaft, Gewerbe-Industrie-Vertreter und große Wasserverbraucher sowie Krankenhäuser.
Eine wesentliche Aufgabe sieht die Fraktion im Schutz des Grundwassers. Oberste Priorität, sehen die Kreisgrüńen in einer besseren Reinigung des Abwassers durch eine vierte Klärstufe. „Die Bäche im Kreis fungieren heute als Abwasserkanäle, die letztlich auch eine Gefahr für das Grundwasser darstellen“, betont Karin Wagner. Der Ressourcenschutz ist für alle wichtig, denn schließlich gewinnt der Zweckverband Offenbach das Trinkwasser in der Region und für die Region.

„Gemäß Wasserrahmenrichtlinien hätte die Gewässersituation im Kreis bis 2015 gut sein müssen. Für Rodau und Bieber ist sie unbefriedigend. Nun haben wir eine Fristverlängerung bis 2027 bekommen. Das ist nicht mehr viel Zeit. Das Thema Wasserschutz auf die lange Bank schieben ist jedenfalls keine Option“, so Karin Wagner abschließend.

Leitbild für Integriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main


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