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21.01.2020 | Rubrik: Presse | Thema: Soziales | Stichwort: Flüchtlinge, Kinder, unbegleitete Kinder

Hoffnung für Kinder im Kreis Offenbach

Grüne beantragen, junge Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
Mit einem Antrag für die Kreistagssitzung am 19. Februar 2020 fordert die Kreistagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen den Kreisausschuss auf, sich genauso wie viele andere Kommunen und Kreise an der Aufnahme von unbegleiteten Kindern und Jugendlichen aus überfüllten griechischen Flüchtlingslagern zu beteiligen.

„Auch der Kreis Offenbach soll dem Appell der EU- Kommission folgen und unbegleitete Kinder und Jugendliche aufnehmen“, unterstreicht Fraktionssprecher Reimund Butz, „Das Elend in den hoffnungslos überfüllten Lagern auf griechischen Inseln ist unermesslich: Durst, Hunger und Gewalt prägen den Alltag. Dazu kommt jetzt auch noch Kälte.“

Über 120 Kommunen und Kreise in Deutschland haben sich bereits in der koordinierenden Organisation Seebrücke zusammengeschlossen und ihre Bereitschaft zur Aufnahme erklärt. Weitere kommen dazu wie jüngst auch Frankfurt. In Hessen gehören bereits die Städte Darmstadt, Marburg, Wiesbaden und Kassel sowie der Kreis Groß-Gerau, der Kreis Darmstadt-Dieburg und der Werra-Meissner-Kreis dem Bündnis an.

Noch gibt es Unklarheiten über die Rechtslage. Für Ende Januar ist ein Treffen zwischen Vertretern des Bündnisses und Vertretern der Bundesinnenministerium anberaumt, das hoffentlich zur Klärung beiträgt. „Natürlich wäre eine gesamteuropäische Lösung der richtige Weg, aber darauf kann man angesichts der Lage nicht warten“, führt Reimund Butz dazu aus, „Und eine Endlosschleife der Fehler der letzten Jahre, nämlich die südlichen Länder mit dem Problem alleine zu lassen, ist bar jeder Verantwortung.“

Der Kreis hat in den zur Verfügung stehenden Unterkünften freie Kapazitäten. Wie viele das genau sind und für wie viele Plätze eine angemessene Betreuung der Kinder und Jugendlichen sichergestellt werden kann, soll eine Prüfung erfassen.

„Wir können das Problem nicht lösen, aber wir könnten für einige Kinder ein Hoffnungsschimmer sein“, so Reimund Butz abschließend.


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