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30.06.2020 | Rubrik: Presse | Thema: Umwelt / Natur | Stichwort: Kreis Offenbach, Modellregion, Ökolandbau

Jetzt gelingt, was vor zwei Jahren noch undenkbar erschien:
Grüne Freude über Kreis Offenbach als Ökolandbau-Modellregion

Karin Wagner
Karin Wagner
Foto: Uta Mosler
Der Kreis Offenbach ist vom hessischen Umweltministerium im Rahmen der Region Rhein-Main, die auch den Hochtaunuskreis, den Main-Taunus-Kreis sowie die Städte Frankfurt und Offenbach umfasst, zur „Ökolandbau-Modellregion Hessen“ ernannt worden.

„Wir freuen uns sehr, dass jetzt gelungen ist, was noch vor 2 Jahren im Kreis Offenbach undenkbar erschien“, so Karin Wagner, Kreistagsabgeordnete aus Rodgau und umweltpolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion.
Im Februar 2018 hatte die Fraktion im Kreistag einen entsprechenden Antrag eingebracht, der von allen Fraktionen abgelehnt worden war. (s. Anlage Kreistagsprotokoll vom 28.2.18, TOP 11)

Mit diesem Schritt wird nun in der Region die Umstellungsberatung intensiviert. Zusätzliche Informationsveranstaltungen werden für den Ökolandbau werben. Der Aufbau von regionalen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen wird ein weiterer Schwerpunkt sein. Zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und Metzgereien soll die Kooperation intensiviert werden und die Anschaffung einer mobilen Schlachtanlage soll stressfreie Schlachtungen ermöglichen.
Die Entwicklung weiterer Projekte und Maßnahmen zur Förderung der nachhaltigen und regionalen Lebensmittelerzeugung gehören zu den weiteren Aufgaben der Modellregionen.
Das Land Hessen bezuschusst die Modellregionen mit 75 Prozent der Personalkosten für das Projektmanagement sowie einer Sachkostenpauschale von maximal 50.000 €. Mit weiteren Mitteln aus dem hessischen Ökoaktionsplan, der Dorf- und Regionalentwicklung sowie der Landwirtschaftsförderung können Projekte zudem unterstützt werden.

„Mit diesem Maßnahmenbündel kann nicht nur das Hofsterben gestoppt und kleinere landwirtschaftliche Betriebe erhalten werden, sondern es könnten auch beispielsweise Streuobstkooperativen und Keltereien profitieren“, unterstreicht Karin Wagner, „Wertschöpfungsketten und Vermarktungsstrategien können Arbeitsplätze erhalten und Grundversorgung sichern. Und die Umstellung auf biologische Landwirtschaft schont die Umwelt und reduziert die Grundwasserbelastung durch Nitrat in der Region.“

„Das hessische Programm der Ökolandbau-Modellregionen ist für alle Seiten von Vorteil: sowohl für die erzeugenden Betriebe als auch für Verbraucherinnen und Verbraucher, deren Nachfrage nach nachhaltigen, regionalen Produkten steigt“, so Karin Wagner abschließend, „Und zum Vorteil für Umwelt und Klima ist es auch – nicht zuletzt für unser wichtigstes Lebensmittel Grundwasser, dessen Qualität durch konventionelle Landwirtschaft zu sehr belastet wird.“


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