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17.08.2020 | Rubrik: Presse | Thema: Verkehr | Stichwort: Hainburg, Hopper, Mainhausen, Mobilität, Seligenstadt, Verkehr

Mobilität im Ostkreis:
Grüner Praxistest für Hopper

Reimund Butz
Reimund Butz
Foto: Uta Mosler
Einem Praxistest unterzogen Mitglieder der grünen Kreistagsfraktion zusammen mit Seligenstädter Grünen den Hopper, der seit Mitte 2019 in Seligenstadt, Mainhausen und Hainburg als Pilotprojekt unterwegs ist.
Der so genannte Hopper ergänzt den öffentlichen Personennahverkehr von Bus und Bahn täglich von 5.30h bis 1.30h – auch an Feiertagen. 6 Fahrzeuge sind unterwegs: Kleinbusse und „englische Taxis“ mit elektrischem Antrieb – leicht erkennbar an der Farbe und dem speziellen Design mit dem Eichhörnchen-Logo.

„Der Hopper bietet optimalen Komfort“, zeigt sich Fraktionsvorsitzender Reimund Butz überzeugt, „Die Bedienung der App, mit der man das Fahrzeug bestellt, ist bedienungsfreundlich und funktioniert einwandfrei.“
Leicht ist auf der App zu erkennen, wo sich das nächste Fahrzeug befindet und wann es zum Einstieg bereitsteht.
„Das klappte alles perfekt bei unserer Fahrt und erfüllte unsere Erwartungen“, ergänzt Marlies Schefer, Mitglied der Kreistagsfraktion und Mitglied im Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft.
Die Starthaltestellen sind engmaschig in den Orten verteilt: es sind entweder Bushaltestellen oder eigens gekennzeichnete Haltepunkte, zu denen man mittels der App navigiert wird. Anders als bei einem Taxi ist keine Abholung vor der Haustür möglich und weitere Fahrgäste, die eine ähnliche Route wünschen, fahren mit.

Erwachsene ohne Ermäßigung bezahlen 2,60€ für eine Fahrt bis zu 2 Kilometern. Der Preis setzt sich aus Grundpreis, Komfortzuschlag und entfernungsabhängiger Pauschale zusammen. Für weitere Kilometer werden pro angefangenem Kilometer 0,20 € zusätzlich berechnet. Ermäßigung erhalten Inhaber*innen von RMV-Zeitkarten, RMV-Einzelfahrscheinen, Jobtickets, Landestickets, Schüler- oder Semestertickets, Mobilitätstickets, Schwerbehindertenausweisen, Gruppenkarten usw. Kinder zahlen 1 € Komfortzuschlag und Kilometerzusatz.

„Das Ziel der Reduktion von Individualverkehr verlangt neue Formen der Mobilität, die von hoher Attraktivität für Nutzerinnen und Nutzer sind“, betont Marlies Schefer, „Der Hopper bietet das und macht ein Umdenken leichter.“

Ein Manko zeigte sich bei der Rückfahrt, zu der kein Fahrzeug im gewünschten Zeitraum verfügbar war. „Es wäre gut, wenn eine Vorbestellung des Hoppers möglich würde“, so der Verbesserungsvorschlag von Reimund Butz und Marlies Schefer.

Die Verlängerung der Pilotphase ist beschlossene Sache. „Nun gilt es, weitere Gebiete des Kreises nach und nach in den Genuss dieser optimierten Mobilität kommen zu lassen“, unterstreicht Marlies Schefer, „Wir hoffen auf zusätzliche finanzielle Unterstützung von Bund und Land, müssen aber auch im Kreis zu deutlichen Ausgaben für komfortable Mobilität bereit sein. Kundenorientierte attraktive Mobilität, die dem Bedarf und den Zielen gerecht wird, gibt es nicht zum Nulltarif.“

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